wusstet ihr eigentlich dass

in New York seit dem 1. Januar, Fast Food Ketten wie Mc Donalds, Burger King usw. ihren Arbeiter*innen einen Mindestlohn von 15 $ pro Stunde zahlen müssen. Zum Hintergrund, 2012 haben hunderte Arbeiter*innen der benannten Unternehmen in New York ihre Arbeit niedergelegt und forderten einen Mindestlohn von 15 $ pro Stunde. Dabei wurden die Kollegen*innen belächelt, denn der Mindestlohn lag bei 7,25 $. Es entstand die Bewegung “Fight for 15$” die jetzt ihr Ziel erreichte.

Bremen, 20.01.2019

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Schnellecke seinen Standort in Bremerhaven zum Jahresende schließt und damit 220 Arbeiter*innen ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Grund dafür ist, das der Hauptkunde VW die Dienstleistung ab 2019, die alle fünf Jahre von VW neu ausgeschrieben werden, an einem anderen Logistikunternehmen vergeben hat. Ab 2019 werden dann die VW Teile nicht mehr in Bremerhaven verpackt und verschifft, sondern in Wilhelmshaven.

Bremen, 19.01.2019

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immer mehr Bremer*innen über eigene Kündigung nachdenken. So empfinden ca. jeder bzw., jede zweite zunehmenden Stress und Arbeitsdruck.

Bremen, 05.01.2019

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im Land Bremen ca. 37000 Menschen im Logistik Sektor arbeiten. Fast 20000 davon in der Lagerwirtschaft, häufig ist die Arbeitsbelastung in diesem Bereich sehr hoch und die Bezahlung schlecht. Außerdem arbeiten in dem Bereich mehr als 4700 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter.

Bremen, 03.01.2019

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im Werk des Autoteilezulieferers Bosch, in Bremen Huchting, bis 2020 knapp 320 Arbeitsplätze abgebaut werden, obwohl es an Arbeit nicht fehlt.

Bremen, 02.01.2019

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in Bremen, 2015, rund 40000 vollzeit Arbeitende Menschen im Niedriglohnsektor beschäftigt waren. Das ist knapp jeder/e Fünfte. Am schlimmsten davon betroffen sind die Menschen in der Gastronomie und der Leiharbeit.

Bremen, 31.12.2018
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Arbeitskämpfe und Automatisierung in China und Deutschland

Arbeitskämpfe und Automatisierung in China und Deutschland

Der chinesische Aktivist XU Hui zu Gast im Stadtteilladen von Solidarisch in Gröpelingen, Dienstag 18.12. um 18 Uhr

XU Hui aus dem südchinesischen Guandong hat sich als Studentenaktivist
mit Betriebsarbeit und Arbeitskämpfen beschäftigt. In Deutschland gab es
in den 60er und 70er Jahren eine Bewegung unter Studierenden, die bewußt in Betriebe gingen, um die Auseinandersetzungen dort besser zu verstehen und die Kämpfe voranzutreiben. Heute gibt es in China eine Reihe von Studenten, die mit ähnlicher Motivation in Betriebe gehen.

XU Hui ging in verschiedene Unternehmen, um den Arbeitern Wissen über das chinesische Arbeitsrecht und Möglichkeiten der Gegenwehr zu vermitteln, die Arbeitsbedingungen zu untersuchen und zu dokumentieren.

International Furore machte seine bei der Arbeit bei Foxconn
gesammelte Dokumentation der unmenschlichen Arbeitsbedingungen, die zu einer Welle an Selbstmorden geführt hatten. Seine Informationen und
herausgeschmuggelten Filmdokumente wurden von der Weltpresse
weiterverbreitet und sorgten für ein internationales Interesse an den
Arbeitsbedingungen an “der Werkbank der Welt”.

XU Hui forschte in China zur Geschichte der Arbeiterbewegung in
Guandong, zu Arbeitsbedingungen und sozialen Bewegungen. Zur Zeit
forscht er an der Uni Jena zu Industrie 4.0 und vergleicht die
Bedingungen in China und Deutschland. In China gibt es Arbeiterzentren,
die dem Projekt Solidarisch in Gröpelingen mit dem Stadtteilladen recht
ähnlich sind.

Bei seinem spontanen Besuch bei Solidarisch in Gröpelingen will XU Hui von seinen Aktivitäten berichten, die Situation in China beschreiben, aber auch von uns erfahren, wie unsere Erfahrungen hier aussehen und er hofft auf eine rege Diskussion.

Dienstag, 18.12. um 18 Uhr im Stadtteilladen von “Solidarisch in Gröpelingen” in der Liegnitzstr.12

Solidarisch in Gröpelingen
Bremen macht Feierabend

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Leiharbeit macht krank

Menschen müssen vom ersten Tag an zur Stammbelegschaft gehören, wie kann es sein, dass der der mich verleiht, Geld dafür bekommt, das ich Arbeite. Es darf keine Unterschiede zwischen den Arbeiter*innen geben, Leiharbeiter*innen und Stammarbeiter*innen verrichten die selbe Arbeit, arbeiten nebeneinander, haben aber nicht die selben Rechte, werden unterschiedlich bezahlt und behandelt. Das ist nicht nur ungerecht, das führt zur Spaltung und Abwertung von Menschen und gehört somit verboten. Bereits im Juli 2008 wurde in Namibia die Leiharbeit per Gesetz verboten und im Februar 2009 durch den obersten Gerichtshof dort bestätigt. Richter Charles Parker verkündete : „Leiharbeit ist ungesetzlich und reduziert Menschen zu persönlichem Besitz.“

Hier ein kurzer aussagekräftiger Einblick:

 

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Neues Design

Ihr seht richtig, mit neuem Outfit und neuem Schwung geht es weiter.  Hier noch mal was über uns und warum es so wichtig ist das viele mitmachen. Unsere Seite soll eine gemeinsame Plattform für alle von uns sein, die  über eigenen Erfahrungen, Probleme und Sauereien auf der Arbeit schreiben und Öffentlichkeit schaffen wollen. Und alle die nicht mehr nur jammern sondern aktiv gegen die immer schlechter werdenden Bedingungen kämpfen wollen. Das wichtigste ist dabei, das wir es schaffen uns betriebsübergreifend austauschen und vernetzen. Kurz zu Uns.

Was ist Bremen macht Feierabend?

syndikalismusWir von Bremen macht Feierabend sind eine Gruppe von KollegInnen aus verschiedenen Betrieben, die sich bei verschiedenen Arbeitskämpfen kennen gelernt haben. Wir haben dabei alle die Erfahrung gemacht, dass man sich auf so genannte „Vertreterorganisationen“ wie DGB Gewerkschaften oder politische Parteien nicht verlassen kann. Sie alle handeln nur, solange es um die Sicherung ihres eigenen Einflusses und ihre Mitgliederzahlen geht, alles darüber hinaus wird von ihnen meistens gebremst und sogar offen bekämpft. Daher organisieren wir uns unabhängig von Gewerkschaften, Parteien oder anderen politischen Organisationen.

Wir wollen uns nicht damit abfinden, auf der Arbeit oder beim Jobcenter passiv zu sein und immer schlechter werdende Bedingungen hinzunehmen Weiterlesen

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Kleine Reflexion zur Veranstaltung “Kein Mensch braucht Leiharbeit”

18.10. (Die Leiharbeitsveranstaltung)

Es sind ein Dutzend Leute gekommen. Weniger als erhofft, doch es war ok.
Die große Mehrheit war migrantisch. Vielleicht die Hälfte waren selbst Leiharbeiter/leiharbeitsgeschädigt. Die anderen interessierten sich allgemein für Erfahrungen aus der Arbeitswelt und Möglichkeiten sich zu wehren.

Es gab viele Zwischenfragen und Zwischenbemerkungen. Auch dort halfen sich einige gegenseitig beim sprachlichen Verständnis von Vortrag und Film(en). Bei der Diskussion fand man kein Ende. Es fiel auf, daß man bei Migranten ein ausgeprägteres Klassenbewußtsein findet und bei einigen auch ein klareres politisches Grundwissen, als bei deutschen Malochern. Ein iranischstämmiger Taxifahrer wies darauf hin, daß wir uns nicht auf die Leiharbeit allein einschießen sollten. Es gibt so viele anderen Formen mieser Jobs, doch auch die sogenannte “gute Arbeit” als Stammbeschäftigter sei letztendlich auch nur Lohnsklaverei und zu bekämpfen. Wir sollten nicht vergessen, die verschiedenen Bereiche der Ausbeutung zusammenkriegen.

Die Stimmung bei der Veranstaltung war, ebenso wie auf der Straße, ganz klar, was Leiharbeit für eine Pest ist und daß es insbesondere für Migranten keine Alternative gibt. Man einigte sich schnell darauf, daß “Leiharbeit abschaffen” eine bessere Forderung ist, als “Leiharbeit verbessern”. Es ging noch ein wenig hin und her, welches Interesse das Kapital an der “Arbeitnehmerüberlassung” hat, selbst wenn sie teurer ist, als die Stammbeschäftigten. Schließlich kriegt ein Leiharbeiter in Frankreich den Lohn eines Stammbeschäftigten + 10%. Dann hat die Leihbude Verwaltungskosten und will auch noch einen Profit für die eigene Tasche erwirtschaften. Man will die Beschäftigen spalten und gegeneinander ausspielen, Das läßt man sich schon einiges kosten. Auch die Stammbeschäftigten werden damit unter Druck gesetzt damit, daß man die Beschäftigenzahl stets den momentanen wirtschaftlichen Anforderungen anpassen kann (und damit ständig 100% Arbeitsleistung bringen muß), man aber gleichzeitig viele Kollegen kaum richtig kennt.

Es kamen viele Geschichten, Fragen, Anekdoten und Beispiele. Auch Beispiele von erfolgreichen Kämpfen. Aber viele der Voraussetzungen paßten nicht auf die jeweils eigene Situation. Die Frage, wie man sich trotzdem wehren kann, stand weiter im Raum. Bis der Vorschlag kam, man könnte, gerade bei Auftragsspitzen, wenn es im Betrieb besonders eng ist, sich mit Kollegen verabreden und sich gemeinsam krankschreiben lassen. Schließlich ist es bewiesen, daß Leiharbeit krank macht. Es ging ein zustimmendes Raunen und Nicken durch die Reihen. Diese Idee schien jeden anzusprechen.

Die Veranstaltung und Diskussion war erst nach gut zweieinhalb Stunden beendet. Man hatte das Gefühl, ein wenig besser die Situation zu verstehen und daß Leiharbeit nicht nur jeweils ein individuelles “Schicksal” ist. Es ist eine recht kampfeslustige Stimmung entstanden. Daran gilt es anzuknüpfen.

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Veranstaltung “Kein Mensch braucht Leiharbeit”

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