Neues Design

Ihr seht richtig, mit neuem Outfit und neuem Schwung geht es weiter.  Hier noch mal was über uns und warum es so wichtig ist das viele mitmachen. Unsere Seite soll eine gemeinsame Plattform für alle von uns sein, die  über eigenen Erfahrungen, Probleme und Sauereien auf der Arbeit schreiben und Öffentlichkeit schaffen wollen. Und alle die nicht mehr nur jammern sondern aktiv gegen die immer schlechter werdenden Bedingungen kämpfen wollen. Das wichtigste ist dabei, das wir es schaffen uns betriebsübergreifend austauschen und vernetzen. Kurz zu Uns.

Was ist Bremen macht Feierabend?

syndikalismusWir von Bremen macht Feierabend sind eine Gruppe von KollegInnen aus verschiedenen Betrieben, die sich bei verschiedenen Arbeitskämpfen kennen gelernt haben. Wir haben dabei alle die Erfahrung gemacht, dass man sich auf so genannte „Vertreterorganisationen“ wie DGB Gewerkschaften oder politische Parteien nicht verlassen kann. Sie alle handeln nur, solange es um die Sicherung ihres eigenen Einflusses und ihre Mitgliederzahlen geht, alles darüber hinaus wird von ihnen meistens gebremst und sogar offen bekämpft. Daher organisieren wir uns unabhängig von Gewerkschaften, Parteien oder anderen politischen Organisationen.

Wir wollen uns nicht damit abfinden, auf der Arbeit oder beim Jobcenter passiv zu sein und immer schlechter werdende Bedingungen hinzunehmen Weiterlesen

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Kleine Reflexion zur Veranstaltung “Kein Mensch braucht Leiharbeit”

18.10. (Die Leiharbeitsveranstaltung)

Es sind ein Dutzend Leute gekommen. Weniger als erhofft, doch es war ok.
Die große Mehrheit war migrantisch. Vielleicht die Hälfte waren selbst Leiharbeiter/leiharbeitsgeschädigt. Die anderen interessierten sich allgemein für Erfahrungen aus der Arbeitswelt und Möglichkeiten sich zu wehren.

Es gab viele Zwischenfragen und Zwischenbemerkungen. Auch dort halfen sich einige gegenseitig beim sprachlichen Verständnis von Vortrag und Film(en). Bei der Diskussion fand man kein Ende. Es fiel auf, daß man bei Migranten ein ausgeprägteres Klassenbewußtsein findet und bei einigen auch ein klareres politisches Grundwissen, als bei deutschen Malochern. Ein iranischstämmiger Taxifahrer wies darauf hin, daß wir uns nicht auf die Leiharbeit allein einschießen sollten. Es gibt so viele anderen Formen mieser Jobs, doch auch die sogenannte “gute Arbeit” als Stammbeschäftigter sei letztendlich auch nur Lohnsklaverei und zu bekämpfen. Wir sollten nicht vergessen, die verschiedenen Bereiche der Ausbeutung zusammenkriegen.

Die Stimmung bei der Veranstaltung war, ebenso wie auf der Straße, ganz klar, was Leiharbeit für eine Pest ist und daß es insbesondere für Migranten keine Alternative gibt. Man einigte sich schnell darauf, daß “Leiharbeit abschaffen” eine bessere Forderung ist, als “Leiharbeit verbessern”. Es ging noch ein wenig hin und her, welches Interesse das Kapital an der “Arbeitnehmerüberlassung” hat, selbst wenn sie teurer ist, als die Stammbeschäftigten. Schließlich kriegt ein Leiharbeiter in Frankreich den Lohn eines Stammbeschäftigten + 10%. Dann hat die Leihbude Verwaltungskosten und will auch noch einen Profit für die eigene Tasche erwirtschaften. Man will die Beschäftigen spalten und gegeneinander ausspielen, Das läßt man sich schon einiges kosten. Auch die Stammbeschäftigten werden damit unter Druck gesetzt damit, daß man die Beschäftigenzahl stets den momentanen wirtschaftlichen Anforderungen anpassen kann (und damit ständig 100% Arbeitsleistung bringen muß), man aber gleichzeitig viele Kollegen kaum richtig kennt.

Es kamen viele Geschichten, Fragen, Anekdoten und Beispiele. Auch Beispiele von erfolgreichen Kämpfen. Aber viele der Voraussetzungen paßten nicht auf die jeweils eigene Situation. Die Frage, wie man sich trotzdem wehren kann, stand weiter im Raum. Bis der Vorschlag kam, man könnte, gerade bei Auftragsspitzen, wenn es im Betrieb besonders eng ist, sich mit Kollegen verabreden und sich gemeinsam krankschreiben lassen. Schließlich ist es bewiesen, daß Leiharbeit krank macht. Es ging ein zustimmendes Raunen und Nicken durch die Reihen. Diese Idee schien jeden anzusprechen.

Die Veranstaltung und Diskussion war erst nach gut zweieinhalb Stunden beendet. Man hatte das Gefühl, ein wenig besser die Situation zu verstehen und daß Leiharbeit nicht nur jeweils ein individuelles “Schicksal” ist. Es ist eine recht kampfeslustige Stimmung entstanden. Daran gilt es anzuknüpfen.

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Veranstaltung “Kein Mensch braucht Leiharbeit”

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Streik – Erfahrungen und Strategien bei Amazon

Hier ist die Fortsetzung vom Weg zum Streik. In Zukunft werden wir regelmäßig zu unserer Feierabend Runde einladen. Dort können wir dann in angenehmer Atmosphäre über Dinge wie Arbeitsbedingungen, Leiharbeit, Streik, Organisierung im Betrieb welche Macht wir eigentlich haben und wie abhängig die Unternehmer gerade jetzt von uns sind.Bei einem Bier, Tee oder was auch immer können wir dann auch darüber Reden ob es sich überhaupt lohnt sich zu wehren und was es brauch um sich durchsetzen zu können. Unsere Feierabend Runde soll anregen und spass machen. Wir werden hier spätestens 14 Tage vorher einladen. Das Treffen wird dann in Gröpelingen in den Räumen von Solidarisch in Gröpelingen stattfinden. Liegnitzstr. 12, 28237 Bremen.

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Der Weg zum Streik bei Amazon

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Ohne uns geht nichts

Die Logistikbranche boomt und neue Arbeiter*innen werden in allen Bereichen dringend gesucht. Was sich aber doch nicht ändert, sind die Arbeitsbedingungen und die niedrigen Löhne. Eher im Gegenteil, die Arbeitsbelastung wird immer größer, immer mehr Überstunden müssen geleistet werden. Gesundheitsschutz ist zu einem Fremdwort geworden. Die meisten Kollegen*innen kennen das, 5 Tage in der Woche arbeiten, meistens zusätzlich Samstags raus und wenn es dann noch blöd läuft, geht es Sonntags schon wieder in die Nachtschicht. Die Löhne sind unterstes Niveau. Cliquenwirtschaft ist an der Tagesordnung und wer sich nicht anpasst oder das Tempo nicht mehr halten kann, wird richtig verheizt und kann danach gehen.

Bei vielen Unternehmen ist es in Mode gekommen, Arbeiter*innen erst mal über Leiharbeitsunternehmen in die Betriebe zu holen. Nach 9, bzw. 15 Monaten, werden die Arbeiter*innen wieder durchgetauscht. Das Equal Pay, also Leiharbeiter*innen den gleichen Stundenlohn wie den Festangestellten zu zahlen, soll so verhindert werden. Was sich nach der Änderung in der Arbeitnehmerüberlassung im April 2016 geändert hat, ist dass mehr Arbeiter*innen befristet in den Logistikunternehmen eingestellt werden. Dadurch verbessern sich die Bedingungen für die Arbeiter*innen keineswegs. Ob man nach zwei Jahren Befristung fest eingestellt wird, steht in den Sternen. Schlimmer ist es noch, wenn man bereits über 52 Jahre alt ist. Dann kann man nämlich bis zu fünf Jahre sachgrundlos befristet werden. Weiterlesen

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