Alltag eines Arbeiters im Logistikcenter der BLG Logistik in Bremen


Alltag eines Arbeiters im Logistikcenter der BLG Logistik in Bremen

Ich fange mal an mit“ Wir“ weil nicht ich allein betroffen bin sondern Wir alle.Unser Arbeitsplatz ist in den letzten Jahren immer mehr zu Qual geworden. Wir gehen inzwischen mit Angst vor Demütigungen durch Vorgesetzten und mit Magenschmerzen und mit der Hoffnung das man uns heute nichts böses tut zur Arbeit.

Wir arbeiten hauptsächlich im Bereich der Distribution der BLG Logistic, das heißt wir arbeiten unter anderem im Logistik Center der BLG wo Autoteile der Daimler AG konserviert, umgepackt, gelagert, auditiert und an Werken in aller Welt verschickt werden, sowie dem Aushängeschild der BLG dem Hochregallager in dem unter Teil´s unwürdigen Bedingungen alles was mit Tchibo Nonfood zu tun hat umgeschlagen wird.

Nun möchte ich euch einen kleinen Einblick in unseren Alltag geben…
Wir kommen morgen pünktlich zu Schicht, stehen in einer der Hallen vor dem Containerbüro des Meister´s, unserer Vorgesetzten tritt um Punkt 6 Uhr vor und das Szenario geht los. Ein Guten Morgen gibt es nicht, oder nur sehr selten (nun hat man einen Meister oder Koordinator vor sich stehen der die Hände in der Tasche hat oder nen Becher Kaffee in den Händen hält) , dann wird erst mal verpflichtet und gedroht und zwar mit den Worten “Wir machen die ganze Woche länger das heißt bis 16 Uhr 30 und wenn jemand was dagegen hat, kann er sich gleich in der Personalabteilung melden und sich eine Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung abholen, ach ja und Samstag wird auch gearbeitet“.

Es kommt auch schon mal vor dass man uns auch nur fragt warum wir hier noch so blöde rumstehen und nicht arbeiten. So fängt unser Tag an. Jetzt gehen wir zum nächsten Vorarbeiter der uns zugeteilt wird, ( Vorarbeiter sind meist unqualifizierte Neulinge die uns antreiben sollen) dort wird uns jeden Tag erzählt dass wir am Vortag zu langsam waren, und dass wenn sich unsere Leistung nicht steigert, man uns abbestellt oder zwangsversetzt. Zwangsversetzt heißt dann, es wird einem die Arbeit zugewiesen die keiner machen will. Zum Beispiel den ganzen Tag an einem Tauchbecken voll mit Öl zustehen und dort Rohbauteile zu Konservieren , da stehen die Kollegen bis zu den Schultern im Öl. Es gibt dort viele Abteilungen und viele Meister, hat man bei einem verspielt weil man sich nicht alle Ungerechtigkeiten hat gefallen lassen und wohl möglich auch noch andere ermutigt sich dagegen zu wehren, oder einfach die geforderte Leistung Körperlich nicht mehr bringen kann, hat man bei allen verspielt.

Dann geht es los, es wird wohl, als Spiel gesehen den Mitarbeiter wieder in die richtige Spur zu bringen, jeden Tag
wir man unter druck gesetzt, Kollegen werden durch die Vorgesetzten gegen einem aufgewiegelt jeden Tag bekommt man Besuch von Peter unseren Disponenten und wird genötigt sich nach Feierabend in der Personalabteilung zu melden.. Körperliche gebrechen ob jung oder alt alles egal. Selbst bei Kollegen die kurz vor der Rente stehen wird keine Ausnahme gemacht. Und bist du einer der schwierigen, wirst du Tag täglich von einem zum anderen geschickt Treiber geschickt. Die Meister in diesen Bereich haben sich ja auch ein schönes Belohnungssystem einfallen lassen um die Kollegen immer wieder spalten zu können.

Macht jemand einen Fehler oder verhält sich nicht so wie der Meister es will wird er vor der ganzen Mannschaft angezählt. Mit Perfektion wird dies von Bernd Frese ( ernannter Meister BLG) betrieben, in einem Fall droht er einem Mitarbeiter das er dafür sorgen würde das er nicht nur die Abteilung verlassen müsse, sondern ganz aus der Firma fliegt. Bei dem Mitarbeiter handelte es sich um jemanden der schon seit mehr als zehn Jahren dabei ist und den Geschäftsbereich mit aufgebaut hat, sich in jeden Bereich auskennt, und sich gegen massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen gewehrt hat. Wenn man schon so mit Mitarbeitern um geht die dem Unternehmen immer beiseite standen und sich nie was haben zu schulden kommen lassen was meint ihr wie die hier mit Kollegen die noch Zeitvertrag haben umgehen. Oder noch schlimmer mit den Kollegen aus anderen Zeitarbeitsfirmen.

Und dies ist kein einzel- Fall, wenn ich sehe wie die Mitarbeiter hier angetrieben werden, und sehe wie Bernd Frese und andere Meister hier regieren könnte ich echt kotzen. Ich könnte hier noch hundert andere Fälle nennen, wie Mitarbeiter die mehr als drei Jahre in einer Abteilung geschuftet haben dabei immer mehr als die anderen geschafft haben und dann mit den Worten, Leute wie dich können wir hier bei der BLG nicht gebrauchen runter geputzt worden.
Naja, nicht umsonst wir das Hochregallager umgangssprachlich Sklavenlager genannt.

Zusätzlich hat man dann auch noch den Tarifvertrag gekündigt und mit ver.di zusammen einen neuen gestaltet. Das heißt man hat uns im schnitt 35% vom Lohn weg genommen, wir mussten Urlaubstag abgeben sollen auf Weihnachtsgeld verzichten und dürfen je nach Bedarf geordert werden. Das heißt werden wir Bestellt und es gibt nicht viel Arbeit oder sollen bestraft werden können die uns die Schicht um vier Stunden verkürzen, dann gibt halt weniger Geld. Auf der anderen Seite können sie uns jeden Tag zu zwei Überstunden verpflichten. Dafür danke ver.di.

Als ich vor Jahren hier angefangen habe war alles anders. Wir waren alles Kolleginnen und Kollegen. Die Arbeit hat Spaß gemacht, wir haben zum Teil sieben Tage in der Woche gearbeitet, es hat uns nichts ausgemacht, wir wurden gut behandelt, der ehemalige Chef hat dafür gesorgt das wir immer gut versorgt waren und es gab auch mal ein Dankeschön. Und wir haben dabei auch noch viel Geld verdient. Heute sollen wir für acht Euro die Stunde knüppeln, dürfen nicht mit einander reden und wenn wir pinkeln müssen haben wir uns zu beeilen. Wie ich hier anfing waren wir nicht nur Kollegen sonder auch Freunde. Die haben es in zehn Jahren geschafft aus einen anständigen Betrieb ein modernes Sklavenlager zu machen.

Bei bedarf gibt es eine Fortsetzung, denn es gibt noch viel zu Berichten.

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22 Kommentare zu Alltag eines Arbeiters im Logistikcenter der BLG Logistik in Bremen

  1. Heart of the Sun sagt:

    Dem kann ich nur beipflichten. Den ganzen Planungsmist, der in den Leitstaenden verzapft wird duerfen auch die Mitarbeiter ausbaden.
    Und echt mal, wir machen auch staendig Ueberstunden, weil wirklich ALLE Kapazitaeten auf einem Minimum gehalten werden. Um ne neue PC-Maus zu bekommen (Oder Kugelschreiber, Eddings usw.) muss man sich ein Bein ausreissen.
    Aber fuer hunderte Millionen Euro Mercedes VW und Tschibo Teile in alle Welt schicken.

    Ach ja…. grad laeuft was neues schelmisches und fadenscheiniges ab.
    Die Mitarbeiter-Befragung durch ein externes Unternehmen.
    Sie interessieren sich angeblich fuer uns Arbeiter und wollen die Arbeitsbedingungen verbessern
    Glaub eher die checken ab, ob sie noch weiter gehen koennen mit der Ausbeute.
    Ich werd nicht mehr verlaengern, koste es was es wolle.

    Mein herzlichstes Beileid an alle, die in dem Saftladen ackern muessen.

    • BLG arbeiter sagt:

      Ja das ist richtig. sie lügen auch und die Arbeiter , die besser sind verloren Ihre Arbeit. Der Manager ist verrückt.

  2. Pingback: Der GHBV hat einen neuen Betriebsrat | bmf

  3. Ex-Zeitarbeitssklave bei BLG sagt:

    Ich habe früher durch den GHBV bei BLG gearbeitet, danach in einer Zeitarbeitsfirma.
    Die Verhältnisse sind schlimm. Man wird da zu einem richtigen Sklaven und hat ständig Angst.
    Immer wenn ich gerade einen Kollegen oder eine Kollegin kennengelernt hatte, wurden die in andere Schichten verlegt.
    Die Leute die als Meister oder Schichtleiter da herumliefen, die Chefs also… Was die zu leisten hatten und was wir buckeln mussten, wenn ich daran denke wird mir ganz schlecht. Und ich konnte mir kein eigenes Auto von dem Gehalt leisten, obwohl unsere Arbeit härter und wichtiger war.

    Wenn ich an die Zeit zurückdenke bin ich froh, da weg zu sein. Die langweilige Arbeit hat mich fast krank gemacht. Die Vorgesetzten behandeln einen wie das Letzte und das spürt jeder irgendwann.
    Aber ich muß auch sagen, daß ich mir gewünscht hätte, dass wir gestreikt hätten. Und zwar ohne Verdi. Damit hätten wir es denen zeigen können, den unbrauchbaren Verdileuten und den Bossen. Naja – nachher ist man immer klüger.
    Mir wären auch andere Sachen eingefallen als nur mehr Lohn, das wäre das Mindeste aber hinzu wären noch Sachen gekommen wie:

    Nettere Aufenthaltsräume,
    gesundes, leckeres, günstiges Essen (Das soll Viel verlangt sein?!)
    Kein Stress bei Toilettenpausen
    Keine Vorwürfe zu Beginn der Schicht – wer hat da schon Spaß?
    Keine Überstunden, stattdessen eine richtige Bezahlung und mehr Leute die eingestellt werden
    Richtige Verträge

    Naja die Liste ist quasi endlos und die, die noch da arbeiten, wissen was ich meine.
    Zu aller erst müsst ihr aber darüber reden. Dieser Blog ist nur eine Stimme von Vielen und alle haben keine Lust bei BLG zu arbeiten, müssen sie aber, weil sie Geld brauchen. Viele schämen sich schon darüber zu reden wie es wirklich ist und verschweigen die Schlimmsten Sachen. Lieber sich wehren, denn nicht alle können da weg. Sie sind in besonderen persönlichen Lagen und müssen ihre Arbeitsbedingungen selbst verbessern – ohne die eigene Anstrengung bekommt man nie etwas von den Chefs.

    Hier nochwas zu dem Thema:
    syndikalismus.wordpress.com
    syndikalismusforschung.wordpress.com
    syndikalismusforschung.info

  4. Sunshine sagt:

    Ich bin weg!
    War zu kritisch für diesen Schnuller lutschenden Meister in Halle A der meint er sei Gott an dieser Stelle.
    Ich hätte mich schon drüber gefreut wenn er wenigstens ein Hallenmeister gewesen wäre.
    Wenn er auch für die Bereiche, zu dem man ihn als “Meister” ausgerufen hat da wäre…aber na ja ohne Ahnung geht da halt nix.. da ist es schon von Vorteil wenn man eigentlich weiß wie man Planungen macht mit Material und Personal…also da hat er schon Recht wenn er über seine direkten Vorgesetzten so redet wie “die sind wie Hustenbonbons” innen Hohl”…die lassen ihm ja auch alles durchgehen…die sind sicher Froh das sie einen solchen Idioten haben der das so mitmacht weil er Glaubt er könne da noch was werden…für mich ist an dieser Stelle ein Cut!
    Unfähigkeit!
    So was habe ich noch nie erlebt!
    Der Mann hat definitiv keine Ahnung von nix!

    Personal ist sein 100% Schwachpunkt.
    Er weiß nie wen er wann für was einsetzen sollte oder könnte…na ja zwei große Aufgabenfelder sind auch einfach zu viel für jemanden der eigentlich dadurch glänzt nicht viel anwesend zu sein.
    Außerdem darf man auch nicht seine Privat Lobby missachten in dieser Konstellation…diese läßt ja so manches zu….er darf eigentlich alles machen mit den ihm überlassenen Arbeitskräften…dafür sind sie ja auch da die LAK’s…sie dürfen die Überstunden machen die sie der Stammmbelegschaft zu vor weggenommen haben weil es so geplant ist…dürfen nie Mucken oder Mäkeln…Wer Aufbegehrt gegen Willkür in der Arbeitszeitplanung…oder Gott weiß was, wer sich gerade macht für seinen diesen Betrieb…der wird einfach abbestellt…egal um was es geht!
    Und dann auch sehr Geil, das Geheule und Geweine der Stammbelegschaft….eigentlich erwarte ich von euch das ihr mal aus dem Höschen kommt….aber solange die Bezüge stimmen jammert ihr gerne weiter auf hohem Niveau…Prima!
    Eigentlich höre ich euch alle nur Jammern!
    Ihr seid mitverantwortlich!
    Ihr seid auch Schuld…ihr lasst zu das aus unserem Land eine Banannenrepublik gemacht wird…wo ist euer Kampfgeist!
    Wo soll es hingehen……?

    Ich Arbeite jetzt in einem Unternehmen das die Welt beherrscht…wir Fliegen,
    in den Himmel und ins All!
    Aber ich bin immer noch am Boden…in der Wirklichkeit!
    Ich habe nebst ein wenig Glück auch eine erstklassige Ausbildung erhalten von meinem Ausbilder Hr. Ron Müller als eigentlicher und einzig Logisch erkennbaren Meister der Blg in dem Bereich Wareneingang Halle A ohne den ich Heute an dieser Stelle nicht wäre…dafür Danke ich ihm sehr…und darf ihm sagen …das es sich gelohnt hat, durch seine Ausbildung, ein Weltklasse Unternehmen mich angenommen hat und ich jetzt einen sehr geilen, komplexen, ultimativen Job habe, wo Intelligenz auch ein willkommenes Beibrot ist…und kein Störfaktor!

    Der BLG noch eins auf’s Hut!

    Bedenke um was du bittest! Es könnte dir gewährt werden!
    Du bist das was du tust!
    Ich Grüsse hiermit alle meine Kollegen die ich sehr Wert Schätze…ohne uns geht es nicht.

    Love Greetings

    • Sozialist sagt:

      Das ist ja neu, das du von einem “Meister” Müller ausgebildet wurdest.
      Beidem Rest deines Posts kann ich dir in einigen Dingen beipflichten.

  5. arbeiter sagt:

    Also man wird wirklich schlecht behandelt und unzureichend bezahlt ohne uns ist die blg nichts, aber die meisten arbeiter wollen nicht streiken weil sie angst haben. Was kann man machen um die mitarbeiter zu einem streik zu bewegen? Wir müssen sehr viele mitarbeiter motivieren unterschrieften sammeln ob sie zu einem streik bereit sind, und wenn man eine gewisse hohe anzahl hat Steiken, so kann es nicht weiter gehen. Ich bin verheiratet und habe ein kind, und wenn ich nicht arbeiten würde hätte ich das gleiche geld von hartz 4.

  6. Paulo sagt:

    Hallo Arbeiter,
    du hast vollkommen Recht. Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Wir sollten erstmal eine vernünftige Forderung aufstellen. Und als erstes sollten wir fordern das der sogenannte Führungsstill geändert wird. Wir sind doch keine Tiere.
    Bei nem Streik wäre ich sofort dabei.
    Hast du den Artikel Leiharbeit, niedrig Lohn hier auf der Seite gelesen. Weiter unten steht was über aufstocken. Bei dem was wir da verdienen können wir sogar aufstocken.
    “Bei Verheiratet, 1 Kind 10 Jahre
    Nach der Bereingung des Nettolohns von 1020 verbleibt ein Einkommen von 713 Euro. Unterstellt, die Miete beträgt warm 600 Euro so ergibt sich ein Hartz IV Bedarf von (Regelleistungen 2 * 345 + 255 = 945) plus Miete 600 von insgesamt 1545 Euro. Dem steht das bereinigte Einkommen von 713 und das Kindergeld von 184, zusammen 897 Euro gegenüber.

    Das Hartz IV Amt müsste folglich einen monatlichen Zuschuss von 648 Euro zahlen, so Mensch dies beantragt.”

    • Sozialist sagt:

      Da kannst du sehen, wo unsere Steuergelder hingehen.
      Subventionen für die Millionenschweren Unternehmen und deren Topverdiener.
      Die Kohle fehlt dann dort wo es angebracht wäre.

  7. Chris sagt:

    Ich kann dem ganzen Artikel nur zustimmen!
    2 Jahre war ich beim GHB beschäftigt und habe die die ganzen Kürzungen der Tariflöhne und die Schikanen der -Meister- hautnah erlebt. Den Herrn Frese habe ich ebenfalls in sehr schlechter Erinnerung.

    Es fing alles sehr positiv an, nette Kollegen, die zum Teil auch Freunde waren, einen umgänglichen Meister der einen auch mal loben konnte und eine gerechte Bezahlung, von der man leben konnte: 2004: A Lohn: 9,00 Euro, B Lohn: 10,60 Euro.

    Heute: einfach nur -entsetzlich-!

  8. Chris sagt:

    Sagt mal, in welchem Jahrhundert leben wir denn? Werft endlich die Brocken hin! Was meint ihr was Daimler der BLG erzählt wenn deren Ware nicht mehr ankommt? Wir haben 2013 und nicht mehr das Mittelalter! Ihr jammert aber ihr macht nichts! Wehrt euch, lasst euch doch nicht versklaven (das ist in dieses Bananenrepublik noch verboten) Woher will die BLG bzw GHBV denn neue Mitarbeiter bekommen wenn ihr es nicht mehr macht?
    Es ist besser Arbeitslos zu sein als sich kaputt machen zu lassen von so Typen!
    Und noch eine persönliche Anmerkung. Wenn Leute wie dieses Frese so beliebt sind, habt ihr keine dunklen Ecken bei euch?

  9. Nie wieder sagt:

    Ich habe es ganze 2 Tage in einer Zeitarbeitsfirma ausgehalten, die selber im GVZ sitzt und für eine Verpackungsfirma Leute gesucht hatte. Beworben hatte ich mich eigentlich auf eine andere Anzeige von denen (anderer Arbeitsort) Kaum da zum Vorstellungsgespräch angekommen, wurde mir ein Prospekt von der Verpackungsfirma vorgelegt. Das ständige Erwähnen des Namens der Verpackungsfirma, machte mich schnell stutzig, aber ich wollte unbedingt arbeiten. Einige Tage vorher (vor ca. 2 Wochen) wurde mir beim ersten Telefonat schon ein Festvertrag versprochen. Bei dem Gespräch selber die Übernahme durch die Verpackungsfirma…natürlich auch fest! Ich hatte meine alte Beschäftigung gekündigt (befr. Vertrag) und brauchte noch eine Woche um meine Arbeit da zu beenden. Dann kam ein Anruf, ob ich nicht früher anfangen könnte und da ich zum 05.10.2014 erst gekündigt hatte, boten sie mir an vorerst auf Minijob-Basis anzufangen. Dumm wie ich war habe ich zugesagt. Am ersten Tag musste ich mich schon vom Schichtleiter anschreien lassen. Ich habe mir das nicht gefallen lassen und als ihm einfiel, dass das mein erster Tag war, wurde er etwas “zahmer”. Jeder Toilettengang wurde beobachtet. 4 Stunden im Stehen arbeiten wie bekloppte und nicht mal die Möglichkeit kurz vor die Tür zu gehen. Die Billig-Sicherheitsschuhe von der Zeitarbeitsfirma bescherten mir schöne Blasen an den Füßen und Feierabend war genau 23:00 Uhr. Blieben 12 Minuten um den letzten Bus zu bekommen. Die Pforte war grundsätzlich abgeschlossen und wenn nicht jemand mit dem Auto weg fuhr, wurde das Tor nicht geöffnet und der Bus war weg. Heißt….wir wären da gar nicht weggekommen. Der nächste Bus fuhr erst wieder um 04:50 Uhr. Interessierte da NIEMANDEN! Hatte man mal “Leerlauf” musste man sich schnell etwas suchen…bloß nicht rumstehen. Ich lüge nicht, wenn ich erzähle, dass der Schichtleiter mir 2 Minuten vor Feierabend noch erzählt hat, dass ich mir etwas zu tun suchen soll. Unglaublich….neben der Rumschreierei, hat der Schichtleiter einem auch ohne Worte gezeigt, was er von einem hält. So oder so wurde man wir Dreck behandelt. Völlig erschöpft und mit Blasen an den Füßen, hat meine Frau in der Firma angerufen um mich krank zu melden…nur einen Tag. Sofort schrie der Typ aus der Zeitarbeistfirma meine Frau an….wurde immer lauter und beendete das Telefonat mit den Worten, dass er die Kündigung rausschickt.
    Mein Fazit….NIEMALS werde ich mich nochmal in irgendeiner Zeitarbeitsfirma bewerben. Man wird ausgebeutet, der Mensch selber zählt überhaupt nicht und wenn man nicht “kuscht”, hat man eh verloren.
    Traurig, wie solche Leute mit Menschen umgehen!

  10. Häftling sagt:

    Ich habe nach meinem Abitur dort gearbeitet.

    Ich kann nur eins sagen : GUANTANAMO ist nichts im Gegensatz zum GHBV !!!

    Die Meister stellen dir ein Ultimatum: Sonntag arbeiten, wenn nicht Sperre( Kündigung).

    Die Vorarbeiter stehen neben dir und scheuchen dich von A nach B!! Und selbst machen die einen Scheiss !!!!

    Ich saß einmal in der Pause mit einem Vorarbeiter und er erzählt mir lachend dass er (Zitat) 2 Schokis ( afroamerikane Mitbürger sind gemeint) habe ich eben rauswerfen lassen vom Meister diese Spastis. Haha können nicht mal deutsch man. Diese Bulgaren lasse ich auch noch rauswerfen alle. Sollen die gehen, kommen eh neue”
    Das ist wirklich dreist.

    Nach 3 Monaten als der Meister mir gesagt ich müsse… MÜSSE SONNTAG arbeiten sagte ich ihn er kann mich mal erstmal am Arsch lecken, staunte er nicht schlecht.
    In diesem Sinne: bloß nicht rein da !

  11. mogli sagt:

    was macht die Lagerhaus denn ohne die Tagelöhner? Dann können die einpacken!
    Als wenn ne Grauhose mit Titel schon jemals hart gearbeitet hat, außer zu Hause im Garten. Am HR wird im Moment versucht alles zu verpflichten(Sa-So) was nicht schnell genug auf die Bäume kommt. Die OSM`s kommen am Freitagmittag um 12h15 daher, verpflichten dich hast die Achnauze zu halten. Die Reaktion folgte auf den Punkt. Samstags kam keiner der verpflichteten Kollegen zur Arbeit. Darauf hin werden die Kollegen am 12.01. zum Gespräch in die Tilsiter geladen, dort können sie sich dann zu dem wegbleiben äußern.

  12. BLG arbeiter sagt:

    Ich hoffe dass die Leute nicht mehr bei diese Firma und auch GHB arbeiten. die sind so wie Betrüger. Und was sie machen ist gegen Menschheit und sehr widerlich.

  13. Ghbv Mitarbeiterin sagt:

    ich arbeite seid ca.2 Jahren im Tchibo Hochregallager,es ist grauenvoll wie die Meister mit einen umgehen…wenn du nicht nach Ihrer Nase tanzt hast eh verloren.Die Blg ist gerade dabei Leute fest zu übernehmen..Chance übernommen zu werden bei mir gleich 0.Du musst schon schleimen beim Meister wenn du eine chance haben willst übernommen zu werden,die gehen nicht danach ob man gut arbeitet….nur wer schleimt hat vl.eine Chance,aber zu denen gehöre ich nicht!Deine Meinung darfst du da auch nicht äußern dann wird gleich gedroht von wegen kannst nach Hause gehen oder man wird in einer anderen Halle geschickt .Die 1.Pause hat man dann endlich nach 3,5 Stunden Bandarbeit.In der Verpackungs halle werden aus Sicherheitsmaßen nicht mal die Fenster geöffnet.Man muß da den ganzen Tag den Staub und die Hitze ertragen.Ich könnte noch mehr über die BLG schreiben aber die Sklavenhalle ruft.

  14. mogli sagt:

    Hallo, ich denke mal du bist in Halle 2, oder? Ich kann dir nur beipflichten. Ich sollte in H2 als Heberfahrer arbeiten, leider hatte ich ne”Panne” und nicht an diesen Tag dort arbeiten 🙂

  15. Ronja sagt:

    Ich habe die Arbeit in der Sorterhalle(verpackung) verweigert,da jetzt Temperaturen von über 40 Grad sind. Man kann bei den Temperaturen da net arbeiten,einige Kollegen sind schon umgekippt,an einem Tag war schon 8x der RTW da,weil die Kollegen Ohnmächtig wurden. Ich war selber fast betroffen. Ich sagte es den Multi das ich aus diesen Grund da net arbeiten möchte, weil ich Kreislaufprobleme bei den Temperaturen habe. Er meinte nur es ist ihm egal!und stellt mir ein Ultimatum. Entweder Sorter Halle oder ich kann nach Hause gehen. Ich habe mich dann für das nach Hause gehen entschieden,meine Gesundheit ist mir wichtiger!Am nächsten Tag wurde ich dann von der BLG abgestellt. Das kanns net sein oder!?? Blg ist der letzte Scheiß… da darfst nur arbeiten..schnell natürlich… und deine Fresse halten. Was anderes zählt da nicht . Als Mensch wirst du da net behandelt!

  16. Maya sagt:

    Haben wir es also Verdi zu verdanken, dass wir als Aushilfn von durchschnittlich 10,..Euro auf 9,30 Euro die Stunde “gefallen” sind?(Bitte antwortet mir darauf) Ist verdi nicht eine Gewerkschaft?UND sollten die nicht was FÜR die Arbeiter tun? Der GHBV gehört mehrheitlich der Freien Hansestadt Bremen(Aktionärsstruktur GHBV:50,42% Bremen; 12,61 %Bremer Landesbank; 12,61 % Sparkasse Bremen;24,36 % Streubesitz). Das bedeutet im Klartext, dass Bremen absolut hauptverantwortlich ist und sich (um Geld zu machen… oder um (dem Bremer Filz gemäß )zumindest dafür zu sorgen , dass z:B: einige Menschen-hier: der Chef von GHBV, DICKES Geld “verdienen”. Ich finde es abscheulich, dass die Stadt sich einen Menschenverachtenden , ausbeutenden Sklavenbetrieb hält und wahrscheinlich mit wirtschaftlichen Zwängen argumentiert. Die Aushilfen sind NOCH schlechter dran als bei anderen Zeitarbeitsfirmen und das will doch was heißen! Sollte man nicht eine Petition beim Senat einreichen?!

  17. Gerrdy sagt:

    Hallo Maya,
    richtig, wir haben es verdi zu verdanken das die Löhne mal wieder nach unten gegangen sind. 2009 haben die das schonmal gemacht. Ohne irgenteinen Zwang. Die hätten die alten Tarife weiterlaufen lassen könne auch wenn der Arbeitgeber diese auskündigt. Dabei solltest du wissen das der GHB ja ein Verein ist und von den Hafeneinzelunternehmen (BLG usw.) und der Gewerkschaft gegründet wurde. Sieht also so aus als würde die Gewerkschaft da auch ein auf Unternehmer machen.
    Nicht der GHB sondern die BLG gehört mehrheitlich der Stadt und das sind auch die Banditen die für die Arbeitsbedingungen und die Hungerlöhne verantwortlich sind.
    Das Land Bremen ist SPD geführt und viele Gewerkschaftsfunktionäre haben auch das Parteibuch in der Tasche. Die kungeln sich da gegenseite das ein oder andere zu.
    Die gehören mal gehörig an den Pranger.
    Wie lange soll man das denn bloss aushalten, bis zur Rente schafft das keiner.
    Ne Petition, ich glaub das juckt die nicht. Keine ahnung.

    Wunsche Euch ein schönes erholsames Wochenend…..

  18. Gerwin sagt:

    Warum kämpfen wir nicht zusammen gegen diese Sklavenarbeit, genannt Leiharbeit und Werkvertrag. Daimler als Auftraggeber für die BLG im GVZ ist mitverantwortlich das 450 Kolleginnen und Kollegen entlassen werden sollen.
    Der Kampf gegen Leiharbeit,Fremdvergaben,Entlassungen kann keine Belegschaft eines Betriebes allein gewinnen. Lasst uns gemeinsame Aktionen organisieren, rücken wir den Verantwortlichen für die Entlassungen beim GHB auf die Pelle.
    Wir Daimler Arbeiter haben den Anfang gemacht. Wir haben gekämpft,gestreikt gegen Fremdvergaben und Leiharbeit. Dafür gab es 761 Abmahnungen, die aber nach grossen Öffentlichen und Betrieblichen Druck vorzeitig aus der Personalakte wieder entfernt werden mussten. Die Gerichtsprozesse um das Streikrecht gehen aber weiter.
    Auch wir Mercedes Arbeiter konnten den Kampf gegen einen Vorstand, gegen die eigene Gewerkschaft, nicht gewinnen,weil wir alleine kämpften. Gewonnen haben wir aber die Erfahrung der Solidarität unter vielen Kollegen außerhalb Deutschland. Vielleicht ist der Kampf der GHB Kollegen gegen Massenentlassungen der Anfang einer Zusammenarbeit über die Betriebszugehörigkeit hinaus.Wir Mercedes Kollegen sind dafür bereit und kämpfen an der Seite der Kolleginnen und Kollegen des GHB.

  19. Maus sagt:

    Hallo zusammen,
    Ich arbeite seit über einem Jahr bei BLG ( über eine zeitarbeit Firma ) und bin geschockt was da abgeht am liebsten wehre ich da weg leider kann ich nicht, mindestens nicht sofort. Ich habe auch schlechte Erfahrungen gesammelt, bin von zwei “Grauen Hosen ” gemobbt worden und ich habe mich darüber bei meinem direktem Ansprechpartner bei der BLG darüber beschwört, beim ersten mal kam zu einem Gespräch , leider nicht mit dem Ergebnis die ich mir erhofft habe. Mir wurde mehr oder weniger klar gemacht das ich nichts zu melden habe . Bei zweitem mal, ob woll ich wusste was kommen wird, habe ich den Meister angerufen, aus Verzweiflung weil ich nicht mehr konnte und das war ein Fehler . Ein tag später habe ich ein Anruf vom meiner Firma bekommen mit der ansage mein Einsatz da wurde beendet und drei tage später bin ich als Packer für viel weniger Geld gelandet. Bei meinem letzten tag im Büro , habe ich noch vom einem der wenigen guten meistern der da arbeiten , noch den passenden Satz bekommen ” blaue Hose gegen graue Hose, da hast du schon verloren ” und das stimmt .

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