Leiharbeit bei Daimler – ein Kollege berichtet

LeiharbeitAus dem Flugblatt “der Funke” vom März 2014: Ein Leiharbeiter-Kollege bei Daimler berichtet:

Ich wurde eingestellt mit der Ansage, einen sicheren Arbeitsplatz zu bekommen und sehr gute Chancen auf eine Übernahme zu haben. Zusätzlich fiel der Satz, es könne sein, dass wir von manchen Kollegen ziemlich herablassend behandelt werden. Das macht Mut. Heute kann ich sagen, dass dieses von den direkten Kollegen nie der Fall war. Was die Konzern-, Werkleitung oder Vorgesetzten machen steht auf einem anderen Blatt Papier. Ich fing meine Tätigkeit in der Nachtschicht an. Ich wurde nett begrüßt und eingearbeitet, aber nach knapp 4 Wochen hatte ich ohne Vorankündigung oder Angabe von Gründen meine vorzeitige Kündigung im Briefkasten. Also hieß es, Zähne zusammen beißen und die letzten 4 Wochen seinen Job vernünftig zu Ende bringen, so wie es auch in der Kündigung
gefordert wurde. Während dieser 4 Wochen wurde ich oft an andere Abteilungen verliehen, wo Personal fehlte. Knapp 5 Tage vor der drohenden Arbeitslosigkeit bekam ich ein Schreiben des Sklavenhändlers mit der Rücknahme der Kündigung und natürlich war ich etwas erleichtert. Die Kollegen der Stammbelegschaft freuten sich ebenfalls, denn wir hatten uns auch schnell angefreundet. Aber am nächsten Tag musste ich mit einem weiteren ANÜ-Kollegen ins Meisterbüro, dort wurde uns gesagt, dass wir noch 2 Tage in dieser Abteilung verbringen, bevor wir die Halle wechseln müssen.

In der neuen Halle angekommen, mussten wir uns erst einmal an die neue Arbeit gewöhnen. Naja, dazu hatte ich genug Zeit; ich selber musste einige Wochen ein und denselben Job machen – ohne Rotation. Offizielle Begründung war keine Zeit zum weiteren Anlernen. Würde man das mit Stammpersonal auch so machen??? Ich glaube nicht. Ein weiterer ANÜ kam mit der neuen Arbeit in der Halle nicht sofort klar und brauchte eine etwas längere Einarbeitungszeit. Es wurde wegen meinem Kollegen nicht nach einer Lösung gesucht. Nein, es war für den Konzern eigentlich ganz einfach, er durfte sich beim Arbeitsamt melden. So schnell geht das, wenn du nicht genau nach Vorgabe funktionierst. Natürlich kam sofort ein neuer ANÜ als Ersatz, das geht anscheinend mit einem Materialschein, alten ANÜ verschrotten und Neuen abholen. Ich habe erlebt, wie sich ein ANÜ krankmeldete, diesen Kollegen habe ich nie wieder gesehen, er wurde von Daimler abgemeldet und durfte auch den Weg zum Amt antreten. Krankmelden ist für Leiharbeiter oftmals ein No Go! Ich und viele weitere Kollegen schleppen sich zur Arbeit, egal in welchem Zustand. Lieber jede Pause 2 Schmerztabletten einwerfen, als arbeitslos zu sein. Scheiß auf Gesundheit, wir müssen funktionieren.

Nach langer Zeit in dieser Halle, hatte ich den gleichen Qualifizierungsstand, wie das Stammpersonal in der Gruppe. Diese Qualifizierung schützt aber nicht vor Entlassung oder Versetzung. Als die Arbeitszeiten angehoben wurden, gab es Freischichtpläne, aber nur für das Stammpersonal. Auf meine Nachfragen bekam ich die Antwort Leiharbeiter haben keinen Anspruch auf Freischicht. Keinen Anspruch? Ein ganz tolles Gefühl, so etwas zu hören. Wir dürfen nur arbeiten und müssen die Klappe halten. Irgendwann gab es ein Gruppengespräch, an dem keine ANÜ´s teilnehmen durften. In diesem Gruppendialog ging es auch um die Versetzung der ANÜ´s in eine andere Halle. Der Meister durfte angeblich nicht mit uns darüber sprechen und uns vorwarnen, aber anscheinend ist es kein Problem, vorab das Stammpersonal davon in Kenntnis zu setzten, so dass wir über die Kollegen diese Neuigkeiten erfahren. Soviel zu gegenseitigem Respekt, nachdem wir Leiharbeiter erhöhte Schichten ohne Freischichten gekloppt haben, uns krank zur Arbeit schleppen, haben wir uns nicht einen Funken Respekt und Ehrlichkeit verdient. Das Fazit war, dass es innerhalb kurzer Zeit für alle Leiharbeiter wieder in eine andere Halle ging. Ich frage mich langsam, wo meine Teilenummer steht oder der Barcode. Wir werden ohne große Ankündigung hin und her versetzt, auch schichtübergreifend ist das kein Problem. Material halt! Komisch dass wir nicht mit dem Stapler hin und her geschoben werden.Keine Rücksicht auf soziale Kontakte, Bindungen oder Fahrgemeinschaften, die mit Kollegen entstanden sind . Man sollte sich einmal vorstellen, wie es ist, wenn man sich wie Material fühlt und einfach von A nach B geschickt wird!

Sehr motivierend ist es, wenn es einmal im Jahr um die Gewinnbeteiligung geht. Klar, wir Leiharbeiter haben keinen Anspruch darauf, aber ich erinnere mich, dass es 2013 Gerüchte gab, dass die Leiharbeiter bei Zahlungen 2014 anteilig beteiligt werden. Wie soll es anders sein, 2014 weiß keiner mehr etwas davon. Und wenn ich auf der Anzeigentafel lese 500€ Sonderbonus für die Leistungen 2013, ist das frustrierend. Wie gesagt, es haben auch 2013 Leiharbeiter im Werk gearbeitet und das im Gegensatz zum Stamm ohne Anspruch auf Freischicht. Es soll nicht so klingen, als wenn ich diese Zahlungen an das Stammpersonal niemandem gönne, alle haben absolut vollen Anspruch darauf und Tolles geleistet. Aber etwas Anerkennung, wäre schon angebracht. Ich denke für uns Leiharbeiter wäre eine jährliche Sonderzahlung momentan auch nicht so wichtig, wie ein fester Arbeitsplatz. Aber für die Konzernleitung sind Profit und Millionenzahlungen in die eigene Tasche wichtiger, als alles andere. Nach außen wird das Saubermann-Image gezeigt, aber wir hier drinnen sehen die grausame Wahrheit.

Zurzeit dreht sich wieder das Versetzungsrad. Ich habe in den letzten Tage mitbekommen, wie ANÜ-Kollegen ohne Vorwarnung, innerhalb von 20 min in andere Abteilungen versetzt wurden. Für die Kollegen vom Stammpersonal sicher unvorstellbar, dass so etwas mit euch passiert, ohne Abfrage, bzw. Bewerbung. Mit uns Leiharbeitern ist es daily business, heute hier morgen da. Wir werden wild hin und her geschoben, in andere Bereiche / Hallen,
in A-, B- oder Dauernachtschicht, wir haben keine Wahl. Machen wir den Mund auf, wird uns sofort ein Maulkorb verpasst. Wenn wir versetzt oder verliehen werden, machen wir dort teilweise Tage- oder Wochenlang nur eine Job, manchmal zu den miesesten Bedingungen. Es fällt mittlerweile schwer, sich selbst bei einfachen Arbeitsabläufen zu konzentrieren und keine Fehler zu machen. Ständige Angst und Sorgen sind die Begleiter eines Leiharbeiters. Was mache ich morgen? Wo bin ich morgen? Habe ich morgen noch Arbeit? Ständige Fragen im Kopf. Ich persönlich leide mittlerweile an Depressionen und Angstzuständen, soweit hat mich die Leiharbeit getrieben. Ist das der Preis, den die Leiharbeiter für Luxusautos anscheinend zahlen müssen?

Ich sage es nochmals, ich möchte keine Kollegen des Stammpersonals angreifen, ich möchte euch nur zeigen, was ein Leiharbeiter hier durchmacht. Wir stehen nebeneinander an den Bändern und sind trotzdem in vielen Belangen sehr weit auseinander: Bezahlung, Behandlung, Kündigungsschutz und vieles mehr, uns trennen Welten. Das Stammpersonal ist für die Konzern- und Werksleitung schon nicht viel wert, aber wie wenig Bedeutung haben dann Leiharbeiter?! Auch wenn viele sagen „was wollt ihr denn, ihr habt doch hier nen Job“. Aber mit welcher Sicherheit? Oder Zukunft? Und zu welchem Preis? Es sollte sich mal Jeder vorstellen, er wäre an unserer Stelle oder der Sohn oder die Tochter. Kein schöner Gedanke! Ich würde mir wünschen, dass weitere ANÜ-Kollegen ihren Mund aufmachen. Ich weiß, dass mittlerweile viele einfach nur gefrustet sind, schweigen und Angst haben. Es sollten sich möglichst viele Leiharbeiter beim Betriebsrat melden, egal ob per Mail oder telefonisch und von ihren Erfahrungen berichten. Vielleicht erreichen alle zusammen etwas. Wenn niemand seinen Mund aufmacht, kann sich nichts ändern.
(Name ist der Redaktion bekannt)

Dieser Beitrag wurde unter Daimler veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

35 Kommentare zu Leiharbeit bei Daimler – ein Kollege berichtet

  1. Dieter Hildner sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    dieser Bericht klingt glaubwürdig und ist nachzuvollziehen.
    Ganz anders dazu melden sich ständig die Verbände der Zeitarbeit zu Wort
    und geben an, dass die Zeitarbeit eine ganz normale Tätigkeit ist und ein ganz
    normales Arbeitsverhältnis mit dem Mitarbeiter besteht.
    Sie sind halt nicht direkt vor Ort, um sich ein realistisches Bild von den tatsächlichen
    Gegebenheiten zu machen. Mit dieser Einstellung wird versucht, das negative Image
    der Zeitarbeit aus den Köpfen herauszubringen und sich als Saubermänner darzustellen.
    Dies wird aber mit solchen Tatsachenberichten nicht möglich sein. Wenn gleich
    dies als Einzelfall hingestellt werden wird, oder gesagt wird, was wollt ihr denn eigentlich, seid froh , dass ihr einen Job habt.

  2. King Kurt sagt:

    Ich habe eine ganze Reihe Leiharbeitsbuden hinter mir.
    Eine Rückkehr in eine Stammbelegschaft scheint unmöglich. Es ist nicht allein die geringere Bezahlung, die nervt. Man ist Arbeiter 2. Wahl und machmal lassen auch Festangestellte einen das spüren. Und man wird hin- und hergeschoben, wie es den Unternehmern gerade paßt.

    Diese Form von Arbeitsverträgen gehört abgeschafft und verboten!

    • Tonja Pölitz sagt:

      Hallo King Kurt,
      Ihre Antwort auf den Zeitarbeitsfall bei Bremen macht Feierabend ist zwar schon eine Weile her, ich habe mich aber gefragt, wie es wohl weiterging?
      Ich bin Tonja Pölitz vom ZDF und recherchiere gerade zum gleichen Thema. Meinen Sie, wir könnten mal ganz unverbindlich in Kontakt treten? Meine Email lautet poelitz.t@zdf.de – würde mich freuen!

      Mit besten Wünschen für Sie, TP

  3. Ohne Name sagt:

    Ohne Name

    Wie kann es angehen das in so einem großen Betrieb wie Daimler
    so etwas vom Betriebsrat zugelassen wird.
    Auch wundert mich das die größte Gewerkschaft in der BRD (IG Metall) dagegen nichts unternimmt für Einen Prozent mehr Lohn werden Warnstreiks und alles mögliche gemacht aber um solche großen Ungerechtigkeiten kümmern Sie sich nicht .
    Ich habe Berichte im Fernsehen gesehen wo Festangestellte und Leiharbeiter bei Daimler an einem Band arbeiten der Leiharbeiter verdient 8,50 Euro und der Mann von Daimler verdient mehr als das doppelte für die gleiche Arbeit.
    Wieso deckt die Gewerkschaft so etwas nicht auf und unternimmt etwas dagegen?
    Wäre schön wenn sich hierzu mal Leute von der Gewerkschaft oder vom Betriebsrat zu äußern.

    • Untergangsprophet sagt:

      Warum die Gewerkschaft sich nicht äußert? Sie scheinen das System nicht zu verstehen. Gewerkschaften sind einfach nur dafür da, die Leute mit irgendwelchen “Nebenkriegsschauplätzen” ruhig zu halten. Denn wenn die Gewerkschaften etwas für Ihre Klientel tun würde, dann würden sie ihre Mitglieder aufklären z.B. über unser Schuldgeldsystem. Das können die Gewerkschaftsbosse aber nicht, weil sie selbst davon keine Ahnung haben bzw. überhaupt keine Ahnung haben, wie der ganze Laden hier überhaupt läuft. Sie werden mit den gleichen belanglosen Informationen gefüttert wie wir alle. Und entscheiden auf Grund dieser Informationen. Beispiel: Sie sind für die Freizügigkeit der Arbeitssuchenden in der EU und klagen dann an, daß ein Bulgare oder Rumäne hier die Arbeit für den halben Preis macht und damit die Löhne drückt. Niemand brauch die Gewerksschaften, die werden nur von der Leine gelassen, wenn man mal wieder irgendwelchen Protest gegen Potemkische Dörfer brauch. Oder wie Lenin sagte: “Unsere nützlichen Idioten”.

  4. Lars sagt:

    Hallo muss jetzt auch mal was sagen ich bin Leiharbeiter bei Daimler Bremen. Ich kann das schon verstehen aber nicht alle Angaben sind richtig also ich bekomme 18 Std plus minus. Und habe auch freischichten wie das Stammpersonal. Bin seit 1.4.2014 dabei. Will nicht sagen das ich zufrieden bin das ich zittern muss was ist mit morgen oder bloß nicht krank werden. Aber wollte das nur mal sagen das es nicht richtig ist mit der Bezahlung.

  5. Gulliver sagt:

    Ich habe bis vor drei Jahren in einem Betrieb im Bereich der IG BCE als Festangestellter gearbeitet. In unserem Betrieb wurde seit 2000 (etwa) niemand mehr fest eingestellt.
    (Es gibt eine oder zwei Ausnahmen.)

    Die Relation 8,5 zu 15, 16, 17 Euro usw. stimmt schon. Auf die Dauer ist es schwer erträglich, mit jemand zusammenzuarbeiten, der für dieselbe Arbeit nur die Hälfte kriegt.

    Wir sind jeden Morgen am Schwarzen Brett vorbeimarschiert, wo das Gesetz aushing,
    wer alles nicht diskriminiert werden darf: Frauen, Alte, Junge, Homosexuelle, Behinderte, Ausländer. Es gibt keine Randgruppe, die nicht geschützt wird.
    Leiharbeiter zählen ausdrücklich nicht zu den Geschützten.

    Wenn man den Betriebsrat dazu fragt, erntet man je nachdem schallendes Gelächter, verlegene Zustimmung oder den Hinweis: “Willst du für 8 Euro schaffen?”

    Ich denke, dass es überhaupt keinen Sinn hat, sich an die Gewerkschaft (an die IG BCE schon dreimal nicht) oder den Betriebsrat zu wenden.
    Insbesondere ist es ein Aberglaube, dass der Betriebsrat eine Interessenvertretung der Lohnabhängigen sei. Ein solcher Betriebsrat wäre von vornherein illegal. (Siehe Betriebsverfassungsgesetz.)

  6. DY78 sagt:

    Ich finde es richtig gut, das Ihr mal euern Mund aufmacht. Ich würde am liebsten mal der Kanzlerin meine Meinung sagen. Da geht so vieles schief. Zum Kotzen! Habe eine abgeschlossene Ausbildung zum Industriekaufmann, Abitur gemacht in einem Jahr. Ein Studium welches ich abgebrochen habe. Danach war ich über 4 Jahre als Verkaufsberater (Makler) tätig, und als Hausverkäufer für Fertighäuser, beides selbständig. Was ich alles erlebt habe. Ich könnte ein Buch schreiben. Da bist gebildet, schreibst deine Bewerbungen und kassierst nur Absagen. Und dann die Jobs auf den Portalen, ein Witz. Nur noch hochqualifizierte Leute sind gefragt. Die Stellenausschreibungen beim Arbeitsamt, ein Witz, da sind die Positionen längst belegt und die Agentur für Arbeit hat die Stellenausschreibung immer noch drin. Ich schiebe selber Depressionen und habe Angst um meine Zukunft. Drecks Staat ist doch schuld! Der Staat und das ganze System ist sowas von verlogen, Ihr seid nämlich die Sklaventreiber!!!!!!!!!!!!!!

  7. Denis sagt:

    Ich bin jetzt seit vier Jahren Leiharbeiter in einem Industriebetrieb/Metallverarbeitung, habe Schlosser/Meisterbrief Ausbildung mit zusätzlich vielen Weiterbildungen. Bin voll anpassungsfähig freundlich, hilfsbereit, mache fast jede Tätigkeit im Betrieb, Überstunden ja, drecksarbeit ja, wochenend/faiertagsarbeit ja.
    Für mich ist es eine moderne Sklawerei und viele Festeinstellungen laufen über Vitamin B.
    Wir werden einfach verarscht. Man ist Arbeiter zweiter Wahl und öfftermal lassen auch Festangestellte einen das spüren das stimmt alles zu 100Prozent. Und man wird hin- und hergeschoben, wie es den Unternehmern gerade passt. Ich nähne das Vogelfrei wie in dem Mittelalter die machen mit dir was die wollen. Miserables Weihnachtsgeld Vergleich zu den Festangestellten kein Urlaubsgeld keine Gewinnbeteiligung. (((((Was macht unsere Regierung????? nur Außenpolitik))))) Die nimmt lieber billige Arbeitskräfte aus dem Ausland als hochqualifizierte Arbeitskräfte die immer 100 Prozent im seinem Job geben und die was von Ihrem Fach verstehen.
    Es wird nur drüber geredet und nichts gemacht. Keiner geht auf die Straße und protestiert gegen die Leiharbeitsfirmen.

    • King Kurt sagt:

      Ich kenne es nur zu gut, daß man als Leiharbeiter zweite Wahl ist. Bei der Bezahlung ebenso wie bei der Behandlung. Ich denke auch, man sollte das keinesfalls hinnehmen.

      Habe mich aber gestoßen an der Aussage, “Was macht unsere Regierung????? nur Außenpolitik”. Naja, eine Regierung hat halt Innen- und Außenpolitik zu machen, das halte ich nicht für das Problem. Es ist aber schon ein Problem welche Innen- und Außenpolitik sie macht. Sie vertritt nicht die Interessen der einfachen Menschen, sondern die Interessen der Wirtschaft. DAS ist das Problem. Die Regierung ist nicht einfach an der falschen Stelle aktiv, sondern sie kümmert sich sehr wohl um den Arbeitsmarkt. Doch nicht in unserem Interesse. Es wird den Leiharbeitsunternehmen und anderen Lohndrückern und Ausbeutern der rote Teppich ausgelegt und ihnen ideale Rahmenbedingungen geschaffen.

      Ich bin auch der Meinung, daß dagegen zuwenig gemacht wird. Das sollten wir ändern. Auf die Straße gehen gegen Leiharbeitsfirmen? Ich wäre dabei!

      • e.m sagt:

        warum ist keiner auf die strassen gegangen als der schröder mit der Agenda 2010 den sozialstaaat abschafte , und den zeitarbeitsfirmen tür und tor öffnete

        • bärchi sagt:

          genau so ist es. Gerhard Schröders Agenda 2010 und die SGB-Reform mit Peter Harz. Da liegt der Hase im Pfeffer begraben!

  8. Celtic sagt:

    Um einen ernstzunehmenden Widerstand gegen den Missstand Leiharbeit zu formieren, ist es zunächst einmal wichtig, aus der Isolation, sprich Vereinzelung herauszutreten. Ich glaube, dass viele Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter, ihre Kolleginnen- und Kollegen nicht kennen und genau das ist der Riesenbonus der Leihbutzen. Ein machtvoller, schlagkräftiger Widerstand gegen dieses asoziale Jobmodell ist aber nur gemeinsam möglich. Wie machen wir uns einander bekannt? Meine Idee ist eine Online-Plattform, die da heißen könnte: “Wer-Ist-Mein-Kollege.de” auf der man sich anmeldet und die Leihbutze nennt, in der man schuftet. Interessant wäre wo, also in welchem Ort bzw. in welcher Region jeder von uns lebt um “Livetreffen” zu organisieren, damit das Ganze nicht zur Online-Couch-Revolution verkommt. Ich spinne mal weiter: Vielleicht gründet sich irgendwann einmal eine schlagkräftige Gewerkschaft, die aus Betroffenen, sprich Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern besteht und sich nicht weichkochen lässt, wie die bisherigen zahnlosen Tiger, die sich Gewerkschaft nennen. Wenn ich einen vorsichtigen Blick in Richtung Zukunft wage, sehe ich für unsere Kinder und Kindeskinder schwarz. Die nämlich lernen seriöse Arbeitsverhältnisse erst garnicht kennen. Wo führt das alles hin? Wir müssen uns wehren, schon allein unserer Kinder wegen, denn ich glaube, das sind wir Ihnen schuldig. Wir müssen uns die Frage stellen, wie unser aller Zukunft aussehen wird, wenn wir jetzt das Heft nicht in die Hand nehmen und uns organisieren. Ich für meinen Teil würde einen Teil meiner Zeit zur Verfügung stellen, um mit interessierten Mitstreitern eine Plattform zu bauen, die mit viel Engagement und Mut den Anfang zu einem erfolgreichen Kampf gegen Leiharbeit darstellen kann. Ich selbst lebe in NRW und stelle fest, das die Leute müde geworden sind, gegen diese aus meiner Sicht sittenwidrigen Missstände zu kämpfen und das muss sich ändern.

    Glück Auf

    Patrick

  9. Lutze sagt:

    Fragt mal die Formel D-Leute,die bei Mercedes im Bremer Werk arbeiten,
    der versprochene Stundenlohn wird nicht gezahlt,was macht man da lieber?
    schnell weg mit den Leuten,selbst die einen zustehende und sogar bestätigte
    Nachzahlung wartet man vergebens,selbst Anfragen beim Betriebsrat von
    Daimler oder bei der Leihfirma,es tut sich nichts,außer das der schwarze Peter
    sich gegenseitig zugeschoben wird,was bleibt,der Leiharbeiter guckt weiterhin
    in die Röhre und wartet vergebens auf die einen zustehende Kohle,so etwas auf
    den Rücken der Leiharbeiter auszutragen ist schon mehr als eine Schweinerei

  10. Mehmet sagt:

    Zeitarbeit ist nichts anderes als ein Teufelssystem, erschaffen vom Staat um den Ball der Arbeitlosenstatistik flach zu halten. Wie es dem einzelnen geht, weiss keiner. Schande dem Staat welches der Industrie ermöglicht, diese moderne Sklaverei Spate auszunutzen.

    • Unbekannt sagt:

      Ich bin jetzt auch schon seit Juni bei Daimler in UT. Das ist echt Ausbeuterei was die da machen. Offene Stellen die besetzt werden sollen werden durch Anüs besetzt und das alle 2 Jahre ein neuer Anü. Und was hat sich geändert mit der neuen Regelung. Nichts wirklich nichts. Jetzt kommen halt alle 2 Jahre neue Anüs. Und der Betriebsrat taugt gar nichts. Die machen doch sowieso alles was Daimler will. Ich finde das echt unmöglich.

  11. Unbekannt sagt:

    Bin seit Oktober 2014 leiarbeiter beim Daimler AG Werk Sindelfingen
    Und kann nur positive sachen sagen bin im rohbau tätig verstehe mich mit meinen Vorgesetzten und Kollegen sehr gut werde genau so behandelt wie das Stammpersonal
    Unterschiede sind die Löhne natürlich möchte ich und viele leiarbeiter genau so
    Viel verdienen wie das stammpersonal aber 19.43 auf die std verdienst du auh nirgehts wo

    • mario sagt:

      Hallo unbekannt,kannst du mir sagen über welche zeitarbeit Firma du zum Daimler Sindelfingen gekommen bist? Mir droht die Arbeitslosigkeit weil meine jetzige Firma pleite geht ,und da ich in der nähe von Daimler wohne wäre das ideal dort zu arbeiten .

    • Egal sagt:

      Also ich wurde nach über 10 Jahren bei einem großen Flugzeugbauer in Bremen entlassen. Ich war dort auch als Leiharbeiter tätig,aber Festeinstellung kam dort nie. Da musste man schon Vitamin-B haben oder den Chef in den Hintern kriechen (mit seinem Hund gassi gehen). Und wie man vielleicht weiß, hängen der Flugzeugbauer und Daimler unter ein paar Umwegen zusammen.
      Aber zu der Behandlung von Leiharbeitern kann ich nur Gutes sagen. Diese wurden immer genauso behandelt wie die Stammbelegung und nach ein paar Monaten hatte man auch die Angleichung an das Geld ( etwas über 24€/Std. ).
      Was eben fehlte waren sowas wie Umsatzbeteiligung, aber Urlaubs-und Weihnachtsgeld gab es auch.

  12. Anonym sagt:

    Ich bin jetzt auch schon seit Juni bei Daimler in UT. Das ist echt Ausbeuterei was die da machen. Offene Stellen die besetzt werden sollen werden durch Anüs besetzt und das alle 2 Jahre ein neuer Anü. Und was hat sich geändert mit der neuen Regelung. Nichts wirklich nichts. Jetzt kommen halt alle 2 Jahre neue Anüs. Und der Betriebsrat taugt gar nichts. Die machen doch sowieso alles was Daimler will. Ich finde das echt unmöglich.

  13. Remo One sagt:

    Was verdient ein Mercedes Arbeiter oder ein Airbus Arbeiter über Leihfirma?
    Gibt’s Gewinnbeteiligung oder Freischicht, Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld.
    Ich habe mal gehört es soll 19,50€ bei Mercedes geben und beim Airbus sogar noch mehr.
    Stimmt das?

    Gruß

  14. Drollkopf sagt:

    Bei Daimler bekommt ein ANÜ schon gutes Geld.
    Bin selbst in einer ANÜ im indirekten Bereich und bekomme schon knapp 18 €/Std.
    Leider endet meine ANÜ in Kürze und obwohl ich schon fast 2 Jahre in der Tätigkeit am Arbeiten bin, wird die Stelle auf Festanstellung ausgeschrieben. Daimler-Intern versteht sich. Beworben habe ich mich zwar, ob ich angenommen werde steht allerdings eher in den Sternen.
    Ich kann zum Thema allgemein nur sagen, dass die Behandlung innerhalb der Belegschaft (egal welcher Ebene) immer super war. Wurde nie schlechter behandelt als ein Daimler-Angestellter selbst.
    Thema Bezahlung:
    Gewinnbeteiligung bekommt man als ANÜ nicht (jedenfalls im indirekten Bereich)
    Urlaubs- und Weihnachtsgeld hab ich durch meine Firma selber bekommen.
    Zulagen wurden nach dem Tarif meiner Firma gewährt (Unterschiede gab es nur bei der Nachtschichtzulage)
    Der Stundenlohn in der Produktion dürfte in etwa bei ca. 18 – 20 € liegen.
    Gegenüber Fremdfirmenmitarbeitern (8,50€/Std) ist man in der ANÜ schon besser gestellt.

  15. Chico sagt:

    Es ist wie der Film. Der Butler , du arbeitest in den selben Unternehmen nur weil du schwarz (ANÜ) bist kriegst du nicht die ganzen Zuschlägen Bonus Gewinn Beteiligung usw nicht . MODERNE SKLAVEREI . Pläne für Zukunft kannst du vergessen und wenn du im ein Alter von 50 oder älter bist Dan hast du verloren .

  16. SAN sagt:

    Mein Freund ist bei einem großen Unternehmen als Leiharbeiter beschäftigt.
    Man muss einfach nur die harten Fakten betrachten, die ich nicht nochmal aufführen muss, da sie hier bereits schon sehr gut beschrieben worden sind.
    Das größte Problem meiner Meinung nach ist allerdings, die ständige Ungewissheit. Am letzten Tag vor Vertragsende bekommt man mitgeteilt, ob man morgen weiter arbeiten kommen darf oder nicht. Familienplanung ist gar nicht möglich. Und das Argument, dass man ja einen “unbefristeten Arbeitsvertrag” mit der Zeitarbeitsfirma hat, zählt 0,00 NIX. So ein Vertrag interessiert keine Bank – bei Kreditanfrage, keinen Vermieter – bei Wohnungssuche usw. – dieser Vertrag hat keinen Wert! Und auch das Argument “sei froh, dass du Arbeit hast” ist Blödsinn! 1. wir sind hier in Deutschland. 2. Wenn ich hier zur Schule gegangen bin, erfolgreich einen Beruf erlernt habe UND ARBEITEN WILL, warum lässt man mich dann nicht zu ganz normalen Bedingungen arbeiten und mein Leben bestreiten?
    Jahrelang so ein Leben führen zu müssen hat nichts damit zu tun, was in diesem Staat so groß geschrieben wird; Demokratie und Chancengleichheit/Gleichberechtigung.
    So, also da hat man nun die harten Fakten und dann kommt das ganze “Drum-Herum” ja noch hinzu; unfaire Behandlung durch Festangestellte, schlechtere Arbeitsbedingungen, der ständige psychische Druck, Zukunftsängste usw. Wenn Leiharbeiter nicht wie Menschen 3. Klasse behandelt werden, wie ist es denn sonst zu bezeichnen?
    Das ist Sklaverei, nur tragen die Sklaventreiber heute einen Schlips.

  17. ohne Name sagt:

    Moin

  18. Rufolf Diesel sagt:

    Guten Abend
    Ich will euch mal kurz von einen Kolegen erzählen,
    Den ihr ebenfalls nicht wieder sehen werdet da er nach jahrelangen
    Myterium in Hölle 9 und immer wieder neue befristete zeitverträge
    Sich versucht hat das leben zu nehmen. Ich als sein guter Freund habe mir etliche Geschichten angehört und mich wiedert nicht nur das verhalten der Unternehmen an, sondern auch das verhalten der kolegen die ebenfalls das 2 Klassen geselschafts denken besitzen weil sie einen Festvertrag haben! Glückwunsch dazu aber auch ihr seid nur stiefel dieser Gesellschaft das Geld was sie euch zahlen ist damit ihr die schnauze haltet und funktioniert! Ich bin froh das ich ein gesundes unternehmen führe und so ein verhalten auch von kolegen unterbinden kann. Ich hab in diese hallen des Teufels noch keinen fuss gestzt aber der laden stinkt gewalltig!!!!

  19. Nina sagt:

    Ich bin seit kurzem als Fachkraft im Personalwesen bei Daimler angestellt und habe gestern meinen Lohn über die Leasingfirma erfahren…..ich bin schockiert. Ich werde der Sache bzgl des Tarifvertrages für Leiharbeitnehmer nachgehen, das kann so nicht sein.

    Wertschätzung unter den Kollegen? Wohl eher nicht. Austauschbare Arbeitskraft ohne weiteren Wert.

    Das wird schnellstens geändert.

  20. Thomas Lieske sagt:

    Hallo.
    Ich habe nun viele Kommentare gelesen (nicht alle) und ich sehe das auch so, dass Leiharbeit und vor allem, Werksverträge reine Ausbeuterei sind.
    Ich bin, seit etlichen Jahren aktiv in der IGM und bin Vertrauenslkörperleiter im Rohbau.
    Ich muss einfach mal sagen, das die Gerwerkschaft und auch unser Betriebsrat das einfach so hinnehmen und nichts dagegen unternehmen ist so nicht richtig.
    Die Position der IGM ist schon immer, gleiches Geld für gleich Arbeit, gewesen nur leider sitzen wir in der Arbeitnehmervertretung auch nicht immer am längeren Hebel. Ganz im Gegenteil.
    Bei Daimler gibt es eine Gesamtbetriebsvereinbarung, in der Bezahlung und die Dimension der Leiharbeit klar geregelt ist.
    Ein ANÜ bekommt den gleichen Lohn, den er auch als Einstiegsentgelt bekommen würde, wenn er eine Festanstellung bei Daimler hätte. Ich hab da vorhin etwas von ca 19,50 gelesen. Das sollte in etwa hinkommen. Und auch Freischichten bekommen die Leiharbeiter bei uns, aber das wurde schon richtig gestellt.
    Des weiteren dürfen nicht mehr als 8% Leiharbeiter in Realtion zur Stammbelegschaft eingestellt werden. Sollte weiterer Personalbedarf entstehen, muss Daimler fest einstellen. Über einen befristeten Zeitraum kann es von dieser Regelung auch Ausnahmen geben.
    Auf Grund der Stückzahlsituation in Bremen wurde mit dem Betriebsrat eine Öffnung der 8% Klausel vereinbart. Allerdings ist auch Bestandteil der Vereinbarung, das in den letzen 1,5 Jahren 500 Leiharbeiter fest eingestellt worden sind.
    Nun will ich hier, um Gottes Willen, Leiharbeit nicht schön reden.
    Richtig ist das Leiharbeit und gerade Werksverträge zur Folge haben, das bei Arbeitnehmern Existenzängste geschürt werden und das wird von Unternehmen gnadenlos ausgenutzt.
    Es sind hier ausreichend negativeBeispiele von Betroffenen angeführt worden und wenn man dagegen etwas unternehmen will, geht das nur gemeinsam und nur mit einer Gewerkschaft, die uns vertritt, im Rücken. Nur vorangehen müssen, in erster Linie die Betroffenen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir eine Solidarisierung mit der Stammbelegschaft hinbekommen. Aber nur dann.
    Im Moment denke ich da in erster Linie an die Kollegen, die von Rhenus, im Rohbau und im Presswerk bei uns arbeiten und von ihren Vorgesetzten richtig scheiße behandelt werden.

  21. Martin sagt:

    Hallo zusammen,
    auch ich überlege mich als ANÜ anzubieten.
    Derzeit bin ich selbstständig und komme damit seit 10 Jahren über die Runden. Ein wenig von meinem Erlös zahle ich in die Rührup ein. Das reicht im Rentenalter nicht vorne und hinten, aber mehr ist leider nicht drin. Krank sein kann ich auch nicht, da ich dann keine Lohnfortzahlung bekomme.
    Gewissheit hat man in der Selbstständigkeit auch nicht wie es morgen weiter geht.
    Nach den zahlreichen Komentaren die ich hier gelesen habe, glaube ich mehr unterm Strich zuhaben und sogar weniger Druck und Stress. Sollte man mich auf die Straße setzen kann ich zur Not die Selbstständigkeit weiter führen. Während einer Anstellung kann ich sie hoffendlich als Nebengewerbe weiter führen um alte Stammkundschaft mit dem Nötigsten zu versorgen.
    Was mir noch nicht verständlich ist, sind die hier erwähnten Werksverträge. Was bedeutet das genau für den ANÜ?
    Wie hoch sind die Schichtzulagen?
    Kann man in die Dauer-Nachtschicht gehen?
    Wieviel Urlaub hat ein ANÜ?
    Kann mir jemand eine gut zahlende ANÜ Firma empfehlen?
    Wie oft werden die Verträge dieser Firmen in der Regel verlängern bis man eine Festanstellung in der ANÜ Firma erwarten kann?
    Besteht die Chance einer Übernahme mit einem Alter von 42 Jahren?
    Vielen Dank für eure Antworten.
    Gruß Martin

  22. Arm sagt:

    Ich arbeite jetzt auch schon als Leiharbeiter seit September 2014 in Hedelfingen bei Daimler. Habe eine abgeschlossene Ausbildung zum Industriemechaniker. Seit einigen Monaten werden unsere Verträge monatlich verlängert, zuletzt bis Dezember. Anscheinend wird ab nächstes Jahr nochmal bis Mai verlängert. Von übernahmen ist hier überhaupt keine Rede, müssen Stammarbeiter einlernen, nie Krank werden, immer den Mund halten auch wenn man schon viel mehr kann als Stammarbeiter. Ich zahle jeden Monat an die IG Metall fast 30€ dafür dass sie einen auslachen und sagen das man doch froh sein soll hier arbeiten zu können. Bei der Stammbelegschaft können die Hälfte der Mitarbeiter die Maschinen nur grob bedienen, sprachlich versteht man manche überhaupt nicht, Alkoholiker gibt es auch einige, sind auch alle 2 Monate mindestens eine Woche Krank geschrieben. Noch dazu haben wir hier ein Parkproblem in der Früh und Spätschicht, aber das ist ja das kleinste Problem. Der Meister ist ganz nett, statt uns zu helfen rät er uns seit über zwei Jahren das wir uns wo anders bewerben sollen, als ob man irgendwo anders gleich Festangestellt wird. Alle Firmen in der Nähe spielen das gleiche Leiharbeiter Spiel von Mann&Hummel bis Bosch sind alle erbärmlich. Am liebsten würde ich das alles auf einen Schlag beenden und diese Welt für immer verlassen.

    • Martin sagt:

      Bezahlung ist in der Produktion zz. 19.37€ weitere Bonuse gibt es meistens nicht oder eher gering.

      Das einen Kollegen unfair behanden kann ich nicht bestätigen, bei uns war alles gut und die fest Angestellten fanden es eher traurig das die Jungen nicht übernommen werden.
      Aber klar das untescheidet sich natürlich von Person zu Abteilung zu Werk.

      IGM würde ich nicht weiter bezahlen… Tritt eben wieder aus … ich bin erst bei einer festeinstellung eingetreten.

  23. Florian b sagt:

    Sklavenarbeit hat nix mit leiharbeiter zutun bei mercedes wird jeder scheisse behandelt
    Und jeder wird körperlich und geistich kaputt gemacht nur deswegen zahlen die gut und nicht weil es mercedes ist

  24. Max Mustermann sagt:

    Bin seit 12 Jahren Leiharbeiter bei AIRBUS soviel zu diesem Thema und zu dem Thema
    Auftragspitzen ausfüllen.

  25. ROBOT sagt:

    Vieles stimmt was hier so beschrieben wird. Für mich waren Lohnunterschiede als ANÜ nie relevant gegenüber der Stammbelegschaft. Über Bonuszahlungen, weniger Urlaub hat man sich zwar geärgert, jedoch das ganze mit dem Prinzip Hoffnung perspektivisch betrachtet. Dementsprechend folgte ich dem Ehrgeiz irgendwann den magischen Stern über meiner Brust tragen zu dürfen und arbeitete wie ein Berserker. Schnell waren 160 Überstunden erreicht… Man tat also das, worauf dieses Modell ausgelegt ist. Hart arbeiten für einen Traum ohne Gewährleistung. So durchlebte ich viele Bereiche, wo grade Bedarf war und einige Konflikte…Die größten menschlichen Enttäuschungen in meinem bisherigen Berufsleben. Kollegen die einen für Stunden allein lassen und sich einen Lanz machen…Beleidigungen..Gewaltandrohungen. Leider wissen die Leute welchen immensen Druck ein Leiharbeiter ausgesetzt ist und nutzen dies ohne jeglicher moralischen Wertverankerung skrupellos aus. Vorgesetzte die den Weg des geringeren Widerstands gehen und einen wie Dreck behandeln usw. Betriebsräte die nichts tun, obwohl man IGM Mitglied ist. Eine Odyssee der völligen Inkompetenz…und leider ein inner betriebliches Korsett einer erschreckenden Ressourcenverschwendung. Nicht alle Kollegen waren schlecht, es gab auch gute…wo man sich wirklich als Mensch fühlte mit Würde. Überwiegend war jedoch das Credo..Du bist ” Aushilfe “… Arbeite…ich muss kurz weg 😉 Und die Wunderbare 8% Regelung mit dem Betriebsratanhängsel ist eine Farce. Wenn Bedarf besteht, wird kurzerhand die ANÜ Arbeitskraftgruppe aus einem Bereich abkommandiert in einen anderen, wo die Festangestellten im Pausenraum YouTube schauen, während die studierten ANÜs Teile von A nach B tragen, weil Anlaufphasen und Inbetriebnahmem katastrophal fehlkoordieniert wurden.Es interessiert niemanden, ob man im alten Bereich Kompetenzen hatte und seinen Job 1a ausführte und über welche Qualifikationen man verfügt. Ein abstruses Fehlkonstrukt wirtschaftlicher Rationalität, da es firmenpolitisch für Festangestellte und oder Führungspersonen keine spürbaren Konsequenzen hat, wenn etwas schief läuft, falsch entschieden wird. Es gilt die temporäre Marschroute ohne jeglicher sozialökonomischer Weitsichtigkeit. Outsourcing und Rekordgewinne stehen in keinem kongruenten Bezug zu Neueinstellungen. Es wird verwaltet und dieser Konzern mutiert immer mehr zu einer Handelsgesellschaft ohne Identität. Ich habe selbst die Leine gezogen. IGM verlassen…Leiharbeitverhältnis beendet und kann jeden nur dazu ermutigen, den Stolz in sich als auch das Vertrauen in die eigenen Stärken zu bewahren und dieses System der geplanten Ausbeutung zu beenden und zukünftig zu meiden. Festanstellung ja…Leiharbeit niemals. Nur so kann jeder aktiv eine Veränderung beiführen. Wer den Verlockungen erliegt über ein temporäres, ansehliches Gehalt zu verfügen, mit menschlichen Entgleisungen…Bitte. .Aber beschwert euch nicht.

  26. xXx sagt:

    Wie sieht es aktuell aus bei Daimler in Bremen??

    Wie stehen die Chance auf feste Übernahme bzw. wieviele LAK´s arbeiten dort?

    Ich bin am überlegen mich dort zu bewerben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.