Die Änderung der Arbeitnehmerüberlassung und deren Folgen

Die Änderungen in der Arbeitnehmerüberlassung und deren Folgen kommen jetzt gerade richtig zum tragen. Betroffen ist ein Großteil der Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen. Viele Unternehmen haben sich bereits darauf eingestellt und fangen an den Personalwechsel zum Ende des Jahres vorzubereiten. Die ganze Zeitarbeitsbranche ist gerade dabei sich neu aufzustellen. Konkurrenten arbeiten zusammen um die Interessen der Entleiher zu sichern. Das neue AÜG ist seit dem 01.04.2017 in kraft, was bedeutet, dass  die Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen, die vor oder seit dem 01.04.  entliehen sind,  ab den 01.01.2018 gleich der Stammbelegschaft entlohnt werden müssen. Das hat zur Folge, dass viele Unternehmen jetzt versuchen, dass zu umgehen. Gerade die Unternehmen in der Logistik Branche, in der der Anteil der Leiharbeiter sehr groß ist, fangen jetzt an Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen auszutauschen.

Die Großen Logistiker arbeiten alle mit einen Onsite Management , die kümmern sich um die Disposition und Rekrutierung der Leiharbeiter/innen in den Unternehmen. Bei der BLG Logistic ist das z.B. die Job AG oder bei Schenker im I-Park ist es Personal aktiv. Die Konkurrenten fangen jetzt an Wege zu finden, wie man eine Rotation der Leiharbeiter in den verschiedenen Logistikunternehmen organisieren kann. Die Arbeiter werden unabkömmlich gebraucht aber Festeinstellungen und equal pay ist für die Unternehmen keine attraktive Lösung.

Die BLG Logistic sowie auch die Schenker Deutschland AG haben Teile der Leiharbeiter/innen befristet übernommen aber der größere Teil der Leiharbeiter/innen wird zum Jahresende getauscht. So wurde auf der Betriebsversammlung bei Schenker informiert, dass es leider unwirtschaftlich ist Leiharbeitern den selben Lohn wie Festangestellten zu zahlen und daher müsse jeder verstehen, dass das nicht geht. War schon eine klare Aussage an die entliehenen Arbeiter/innen.

Das alles bedeute für viele Leiharbeiter, sie werden am Ende des Jahres rausgeschmissen, viele haben sich  krumm gemacht, mit der Hoffnung im eingesetzten Unternehmen übernommen zu werden. Und jetzt sagt der Unternehmer “danke, kannst in drei Monaten wieder kommen”. An viele der Kollegen hat man sich doch sehr gewöhnt und Sie sind Teil der Belegschaft. Keiner hat das Recht, diese Kollegen einfach raus zu schmeißen. Nur wenige der Kollegen haben sich nach Bekanntgabe der Regelung, zum Jahreswechsel, krankschreiben lassen aber viele sind enttäuscht. Jetzt stellt sich die Frage “Wie können wir uns dagegen wehren und was fordern wir” . Gerade jetzt sind massenhaft Kollegen betroffen und wir haben die Zeit und Chance Protest dagegen zu organisieren.

Seit Ihr betroffen oder habt Lust Proteste gegen diesen respektlosen Verhalten der Unternehmen zu organisieren, dann Schreibt uns Eure Meinung  und Eure Ideen dazu.

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