Filmreihe: Still the Enemy Within – 30 Jahre britischer Minenarbeiterstreik

plakat-stilltheenemywithin_webVom 24. September bis Ende Oktober veranstalten wir zusammen mit der FAU Bremen die Filmreihe “ Still the Enemy Within – 30 Jahre britischer Minenarbeiterstreik*“ im „Grünen Zweig“ in der Bremer Neustadt. Die Filmreihe gibt mit der Komödie „Pride“ und dem Dokumentarfilm „Still the Enemy Within“ einen Eindruck von einem der härtesten und längsten Streiks der britischen Geschichte. Mit dem Dokumentarfilm „Miners Shot Down“ über den Minenarbeiterstreik in Südafrika von 2012 soll die Thematik der Unterdrückung von ArbeiterInnenrechten schließlich in die Gegenwart getragen werden.

* Margaret Thatcher bezeichnete die Bergarbeiter im Laufe des Streiks als den Feind im Innern (The Enemy Within)

Filmreihe: Still the Enemy Within – 30 Jahre britischer Minenarbeiterstreik
  • Do., 24.09. – 19.00 Uhr – Pride* (Komödie, 2014, 120 Minuten, Trailer) + Auftaktvortrag eines Mitglieds der Gruppe „Bremen macht Feierabend, der in einem Kieler Solidaritätskomitee für den Streik aktiv war.
  • Termin folgt – Still the Enemy Within* (Dokumentation, 2014, 112 Minuten, OmU, Trailer)
  • Termin folgt – Miners Shot Down* (Dokumentation, 2014, 52 Minuten, Engl., Trailer 18+)

Ort: Grüner Zweig | Erlenstraße 31 | Openstreetmap | Erreichbar über die Haltestelle „Pappelstraße“ Weiterlesen

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Daimler und wir – “wie können wir für uns selber laufen?”

Moderne ZeitenEin Kollege der Daimler AG über den Kampf gegen Leiharbeit und Werkverträge
Jochen Gester im Gespräch (Sozialistische Zeitung, Ausgabe Juli 2015)

Bei Daimler in Bremen gibt es eine heftige Auseinandersetzung, in der sich Teile der Belegschaft gegen Outsourcing und Prekarisierung der Arbeitsbedingungen zur Wehr setzen (siehe SoZ 2/2015). Über die aktuelle Situation nach den spontanen Streiks und den darauf folgenden Abmahnungen sprach Jochen Gester mit dem Bremer Daimler-Kollegen Kai Lührsen*.

Das Interview besteht aus zwei Teilen. Im zweiten Teil geht es um die Arbeit des Portals von Labour-Aktivisten «Bremen macht Feierabend», um die Frage, ob Interessenvertretung und Gewerkschaften unverzichtbar sind, und um die Frage, ob junge Linke für eine andere Praxis im Betrieb stehen als die Älteren. Das vollständige Interview gibt es auf SoZ-online.

Seit Ende des letzten Jahres ist der Bremer Standort des Daimler-Konzerns, zweitgrößter im Unternehmen, Schauplatz eines außergewöhnlichen Arbeitskampfes. Ein Teil der Belegschaft hat mit sog. wilden Streiks gegen die Umwandlung von geschützten Beschäftigungsverhältnissen in Werkverträge protestiert. Kannst du als Daimler-Kollege nochmal verständlich machen, wie es zu den Streikaktionen gekommen ist?

Um eine Sache vorweg zu nehmen: einen länger andauernder Arbeitskampf gegen die Machenschaften des Daimler-Konzerns gab es und gibt es im Moment leider nicht. Es gab von Sommer 2014 an eine Reihe von Aktionen, Versammlungen auf dem Werksgelände und Demonstrationen, mit denen die Belegschaft sich klar gegen Fremdvergabe und immer höhere Arbeitsbelastung positioniert hat. Da war schon viel Druck dahinter, weshalb die ersten Aktionen auch noch von der Vertrauenskörperleitung (VKL) teils geduldet, teils mitorganisiert wurden und somit zumindest offiziell, dem Logo nach, von der IG Metall unterstützt wurden. Zwar bekamen bereits im November 75 Logistiker, die beim Betriebsrat gegen Fremdvergabe protestierten, eine Abmahnung, aber die wurden nach der Solidarität von ein paar hundert anderen Vertrauensleuten wieder fallengelassen.
Die Protestaktion der Nachtschicht im Dezember 2014 wurde vor allem von Unternehmerseite, aber auch von der IG Metall als «wild» diffamiert, weil hier die Unterstützung der IG Metall im Gegensatz zur Aktion der Frühschicht am gleichen Tag gänzlich fehlte. Die VKL-Vorsitzenden und viele Betriebsräte beteiligten sich nicht einmal, sondern waren nur durch den Druck und durch Anrufe aus den Hallen «zufällig» in der Nähe – Solidarität sieht anders aus. Weiterlesen

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Ver.di mit Gefälligkeitsdienst für die HEB´s

Der Folgetarifvertrag für die Seehafenlogistik Distribution und Containerpackstation ist da. Und sie haben es wieder getan: Der Tarifvertrag ist ein riesiger Gefälligkeitsdienst für die Unternehmen wie die BLG Logistics! Der GHB- Folgetarifvertrag von 2009 war offensichtlich nur der Testballon, für das, was sie jetzt durchdrücken wollen.

Was ändert sich mit de100_0494m neuen Tarifvertrag? Zu einen sinken die Löhne und zum anderen werden die Arbeiter/innen in andere Lohngruppen eingruppiert – sprich runtergruppiert! Wurde man in der Vergangenheit nach Funktionen wie z.B. Packer, Staplerfahrer, Vorarbeiter usw. eingruppiert, wird die Eingruppierung zukünftig nach der „Tätigkeit“ erfolgen. Jede Tätigkeit und jeder Arbeitsplatz wird nach einem Punktesystem bewertet. Ausschlaggebend wird sein, wie lange man nach ihrer Definitionen durchschnittlich braucht, um die Tätigkeit zu erlernen und welche Ausbildung dafür nötig ist. So kann es passieren, dass ein Staplerfahrer in der neuen Lohngruppe 1 eingruppiert wird. Die Lohngruppe 7 ist kaum zu erreichen und fast alle Arbeiter werden sich in den beiden unteren Lohngruppen wiederfinden. Den gesamten Eingruppierungs- und Entgeldtarifvertrag könnt ihr unter einsehen und herunterladen. Weiterlesen

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Bremer Mercedes Betriebsrat beschließt Regelsamstag zu verhandeln und erntet Protest

Seite 245Bericht der LabourNet Redaktion vom 21.05.2015:
“Der Betriebsrat der Bremer Mercedes Werks hat am Donnerstag, den 21.05.2015 mehrheitlich ein Eckpunkte-Papier zur Verhandlung mit der Bremer Werkleitung beschlossen. Darin sind neben Investitionen in das Werk und in neue Produktionstechnologien, sowie 500 schrittweisen Festeinstellungen auch 75 Sonderschicht-Samstage in 2016 und 2017 enthalten. Das kommt der Einführung des vom Management schon lange geforderten Regelsamstag gleich (siehe Einleger zum Bremer Flugblatt vom Mai 2015 mit aufgelistetem Verhandlungsstand ) . Der Betriebsrat wollte damit möglicherweise die Lorbeeren für den „gesicherten“ Bremer Standort ernten. Bei den beschriebenen Eckpunkten sind jedoch keine Erleichterungen für die KollegInnen im Werk ersichtlich. Alles dreht sich um höhere Stückzahlen und um den organisatorischen Rahmen. Ein Großteil der Samstage soll durch einen Ablöserpool aus LeiharbeiterInnen abgedeckt werden. Warum das für diese KollegInnen angenehmer sein soll, an Samstagen zu arbeiten, als für Festangestellte, bleibt wohl das Geheimnis der Bremer SozialpartnerInnen. Die Neueinstellungen, die getätigt werden sollen, kann man auch eher als Kanonenfutter für die Fließband Maschinerie betrachten. Weiterlesen

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DHL Betriebsgruppe Bremen

Die DHL Betriebetriebsgruppebsgruppe Bremen ist inzwischen ein fester Bestandteil im Betrieb. Gab es bisher nur langweilige Betriebsräte und die einfallslose Gewerkschaft ist da jetzt die DHL Betriebsgruppe. Warum darauf warten das andere Leute sich für uns einsetzen, wir machen es selbst. Das ist ein Motto der Gruppe. Seit dem sich die Gewerkschaften und Betriebsräte nur noch in Sozialpartnerschaft mit dem Arbeitgeber verlieren werden die Bedingungen für die Kollegen/innen immer schlechter. Zu einer wirkliche Wahrung oder Verbesserung der Arbeitsbedingungen sind unsere Gewerkschaften schon lange nicht mehr in der Lage. Die Betriebsgruppe versucht dem jetzt entgegen zuwirken. Mit dem einrichten neuer Strukturen und vielen mehr. Der wichtigste Teil dabei ist wohl, Weiterlesen

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Im gedenken an Barbara Emme

Wir trauern um Barbara Emme (“Emmely”)

Unsere Mitkämpferin und Freundin Emmely ist vorgestern gestorben.

Mit Barbara geht ein lebensfroher Mensch mit dem Herz am rechten Fleck. Sie hat sich den Kampf um Gerechtigkeit zur Lebensaufgabe gemacht und Ihre Erfahrungen damit in die Welt getragen.

Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen als wir zusammen saßen und über den Sieg vor dem Bundesarbeitsgericht und alles das was darauf folgte philosophierten.

Leider musstest du viel zu früh gehen und hinterlässt eine riesige Lücke. In unseren Herzen und Gedanken wirst du und deine Errungenschafften ewig weiter Leben.

“Bremen macht Feierabend”

 

 

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